Energiestrategie: Die Richtung stimmt, jetzt braucht es Entschlossenheit
Die GRÜNEN begrüssen die von Regierungsrat Martin Neukom vorgestellte Ener-giestrategie 2026. Die Richtung stimmt zu 100%: Energieeffizienz, erneuerbare Energien und CO2-Reduktion sind nicht nur ökologisch zwingend, sondern auch ein wirtschaftlicher Gewinn für den Kanton.
Die heute präsentierte Energiestrategie 2026 und der aktuelle Bericht zu den Klimazielen des Kantons Zürich zeigen in die richtige Richtung. In den Bereichen Gebäude, Industrie und Gewerbe steht der Kanton Zürich dank der Politik von Regierungsrat Martin Neukom landesweit als Vorbildkanton da. Die Emissionen sind in diesen Bereichen seit 1990 sowohl absolut als auch pro Kopf gesunken. Die Zwischenziele für 2030 dürften erreicht oder gar übertroffen werden. Besonders begrüssen die GRÜNEN, dass Energieeffizienz als energiepolitischer Schwerpunkt in die Strategie aufgenommen worden ist.
Sorgenkind Verkehr
Im Bereich Verkehr hingegen wird der Kanton Zürich das gesetzte Klima-Zwischenziel 2030 klar verpassen. Hier ist vor allem der nach wie vor unzureichende Zugang zu E-Ladeinfrastruktur zu bemängeln. Ebenso die zaghafte Umsetzung von Umlagerungsmassnahmen auf ÖV, Velo- und Fussverkehr. Die Volkswirtschaftsdirektion steht hier in der Pflicht.
In der Landwirtschaft ist ein vager positiver Trend in Bezug auf die Klima-Zwischenziele 2030 ersichtlich. Das grosse Umdenken in der Landwirtschaft steht jedoch bevor. Die heutige Landwirtschaft wird von den menschgemachten Klimaveränderungen mit am härtesten getroffen und sollte sich somit gebührlich an der Senkung der klimaschädlichen Emissionen beteiligen.
Mehr Entschlossenheit beim Wind
Wie Regierungsrat Martin Neukom in der Energiestrategie 2026 erläutert hat, ist der Kanton Zürich in Bezug auf die eigene Energiegewinnung auf einem guten Weg. Die Solarproduktion ist sprunghaft angestiegen. Doch auch andere Energiequellen müssen intensiver genutzt werden: Abwärme aus Wasser, Abwasser und Rechenzentren, aus Geothermie und Kehricht.
Kritik an der bürgerlichen Mehrheit in Regierung und Kantonsrat sprechen die GRÜNEN im Bereich Windenergie aus. Es fehlt die Entschlossenheit gegenüber dieser wichtigen Form der Energiegewinnung. Die Windenergie liefert Winterstrom, den wir im Gegensatz zum Solarstrom, welcher primär Sommerstrom ist, am dringendsten bräuchten.