Wildhüter statt Jäger

Kantonale Vorlage vom  23. September 2018

VI «Wildhüter statt Jäger»
Nein


Die Tierpartei hat eine Volksinitiative in der Form der allgemeinen Anregung eingereicht, welche bei einer Annahme den Wildtieren schadet statt nützt.
Das Genfer Modell mit professionellen Wildhütern würde auf den Kanton Zürich hochgerechnet ca. 30 Millionen Franken pro Jahr kosten. Die Vorteile wären nicht erkennbar. Die Ausbildung der Zürcher Jäger ist sehr viel besser als früher. Der Vorwurf, dass nur alte Säcke mit erhöhtem Alkoholbedarf und Schiesstrieb jagen, ist grundfalsch.

VI schadet Wald und Tier
Die Volksinitiative verlangt zudem, dass Wildtiere erst dann geschossen werden dürften, wenn alle erdenklichen Schutzmassnahmen zur Abwehr von Wildschäden ergriffen worden sind. Das muss man sich in der Landschaft mal vorstellen. Alle erdenklichen Schutzmassnahmen würden im Kulturland die vollständige Einzäunung mit Powerzäunen bedeuten. Das Rehwild, welches sich während der Vegetationszeit mehrheitlich im Kulturland aufhält, könnte nicht mehr aus dem Wald austreten. Damit sich im Wald eine standortgerechte Naturverjüngung etablieren könnte, müsste der Aufwand zum Schutz vor Verbiss ebenfalls massiv erhöht werden.

Grüne wollen Verbesserungen beim  Jagdgesetz
Ein modernes Wildtiermanagement verlangt von allen, Jägern, Wald- und Kulturlandbesitzern, Naturschützern, Sportlern etc. ein Miteinander statt ein Gegeneinander. Der Schutz der Wildtiere ist uns wichtig, der Schutz des Lebensraums auch. Dafür setzen sich die Grünen im Rahmen der laufenden Beratung des Jagdgesetzes ein.

 

 

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