Unser Sommerfest 2030

Unser Sommerfest 2030

Machen wir einen Sprung von zwölf Jahren in die Zukunft – nach der möglichen Annahme der Fair-Food-Initiative im Herbst 2018.

Ich freue mich wie jedes Jahr auf unser Sommerfest. Wie immer stellen wir eine Wunschliste zusammen, was wir selbst zubereiten und welche Köstlichkeiten unsere Besucher mitbringen. Unsere Liste ist lang und vielfältig und wir freuen uns auf diesen Anlass.

Die Sonne strahlt mit unseren gutgelaunten Besuchern um die Wette. Das Buffet biegt sich unter den vielen reich gefüllten Schüsseln, Platten und Getränken. Gemeinsam stehen wir vor all diesen Gerichten und wertschätzen die unterschiedlichsten Produkte. Von Rohkost über Gratin bis hin zu Salaten, und von Fleischplatte bis zum Grillfleisch gibt es fast alles, was den Gaumen erfreuen kann.

Wir entdecken wunderlich geformte farbenfrohe Rüebli und sehen alte Gemüse- und Salatsorten, welche mit ihrer Unterschiedlichkeit um unsere Aufmerksamkeit wetteifern. Kartoffelsorten, welche vor 30 Jahren nicht mehr verkauft werden durften, werden heute im Dorfladen wieder angeboten und sind Teil unseres reichhaltigen Buffets. Uns präsentiert sich die Vielfalt der Natur, die uns ernährt. Die leckeren, kräftigen Fleischstücke stammen von Tieren, welche artgerecht mit viel Weidegang und in kleinen Gruppen aufgezogen wurden.

Vieles auf diesem Buffet ist aus der Schweiz, aber anderes stammt aus dem nahen Ausland. Weil die Schweiz rund die Hälfte aller Lebensmittel importiert, haben im Jahr 2018 die StimmbürgerInnen entschieden, dass alle Bio-Produkte im Import aus ähnlichen Produktionsbedingungen stammen müssen, wie in der Schweiz.

Mit diesem Entscheid wurden die Bio-Importe teurer und haben dasselbe Preisniveau, wie die lokalen Früchte. Dafür wissen wir jetzt, dass alle Bio-Produkte unter fairen Arbeitsbedingungen für die ProduzenInnen im In- und Ausland entstanden sind.

Die Ziele der Fair-Food-Initiative sind:

1. kein Importdumping durch Freihandel (nachhaltige Mindeststandards)   

2. kein Fleisch aus Tierfabriken (Batterieeier usf.)

3. faire Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft (angemessene Löhne)

4. mehr Klimaschutz und Artenvielfalt (keine Vergiftung der Umwelt)

5. mehr saisonale Lebensmittel aus der Region (keine Treibhäuser im Winter)

6. Nahrungsmittelverschwendung stoppen

Damit der Traum meines Sommerfests 2030 Realität wird, stimme ich am 23. September 2018 JA zur Fair-Food-Initiative. Unterstützen Sie mich und die Grünen Schweiz.

Übrigens - nach dem Fest konnten alle Besucher die übrig gebliebenen Leckereien mit nach Hause nehmen. Eine schöne Gewohnheit, die die Lebensmittelverschwendung („food waste“) senkt.

Ich freue mich auf unsere zukünftige Ernährung!

Susi Wyden, Guntalingen, Grüne Weinland