Landhandel Seitz: Grüne verlangen Nachbesserungen

Pressemitteilung GP Pfäffikon 9.9.2008

Die Grünen haben sich an ihrer Septemberversammlung unter anderem ausführlich mit dem Landverkauf an die Firma Seitz AG und dem damit im Zusammenhang stehenden projektierten Kunstrasen-Fussballplatz beschäftigt.

Die GP ist über die Salamitaktik des Gemeinderates wenig erfreut. An der Gemeindeversammlung vom März dieses Jahres wurde nur knapp auf die zur Debatte stehende Landerweiterung hingewiesen. Den Teilnehmern wurden damals wesentliche Inhalte weit gehend vorenthalten. Eine solche Informationspolitik kommt nicht gut an, das Misstrauen nimmt zu.

Das von der Firma Seitz AG angeblich zusätzlich begehrte Grundstück enthält einen Fussballplatz, der erst vor vier Jahren eröffnet wurde und der den Steuerzahler damals Fr. 738'00.- kostete. Der Platz verursachte somit bis jetzt jeden Tag Kosten von Fr. 500. Die Grünen sind der Meinung, dass es mehr als gerechtfertigt ist, zumindest die Entstehungskosten des Fussballplatzes dem Käufer zu belasten. Die GP wird deshalb einen Rückweisungsantrag stellen: Der Käufer soll diese damaligen Entstehungskosten übernehmen. Zudem soll die Gemeinde ein Vorkaufsrecht für das betreffende Grundstück zu den gleichen Bedingungen, insbesondere den gleichen Kaufpreis erhalten. Die Grünen unterstützen aber ausdrücklich den Bau eines Kunstrasen Fussballplatzes.

Bei der revidierten Gemeindeordnung werden die Grünen zwei Änderungen vorschlagen: Erstens soll das Instrument der Vorberatung von Geschäften, die einer Urnenabstimmung unterstehen, beibehalten bleiben, da man damit gute Erfahrungen gemacht hat und da so Projekte weiterhin verbessert werden können. Zweitens hat die GP erhebliche Zweifel bei der vorgesehenen Verselbständigung der Gemeindewerke, da dadurch kein erkennbarer Vorteil sichtbar ist.


An der Gemeinderversammlung vom 23.9.08 wurde unser Rückweisungsantrag zum Landhandel Seitz leider deutlich abgelehnt.

Hingegen wurde beim Geschäft Revision Gemeindeordnung der Beibehaltung der vorberatenden Gemeindeversammlung mit grossem Mehr zugestimmt.