Nein zum Einführungsgesetz zum Bundesgesetz über Geldspiele

Seit gut 25 Jahren sind Geldspielautomaten aus Restaurants und Bars im Kanton Zürich verbannt. 1995 hat die Zürcher Stimmbevölkerung nach drei Volksabstimmungen dieses Verbot bekräftigt. Nun soll das Verbot durch die «Hintertür» aufgehoben werden. Im Rahmen der Anpassung an das Bundesgesetz über Geldspiele hat der Kantonsrat die Voraussetzungen geschaffen, die Geldspielautomaten im Kanton Zürich wiedereinzuführen. Wir GRÜNE lehnen das Gesetz daher entschieden ab.

Ausserhalb von Casinos ist keine zuverlässige Zugangskontrolle möglich
Die Alterslimite 18 kann in Restaurants und Bars nicht zuverlässig kontrolliert, ein wirksamer Spielerschutz nicht gewährleistet werden.

Kein neues Bedürfnis schaffen, wo keine Nachfrage besteht
In Restaurants werden Leute zum Spielen animiert, obwohl sie das Lokal ohne Spielabsicht betreten. Die sogenannten «Geschicklichkeitsspiele» schaffen ein zusätzliches Angebot, damit neben Casinos und Onlinespielen ein noch breiteres Publikum zum Spielen angeregt werden kann. Zwischen Geschicklichkeitsspielautomaten und Geldspielautomaten besteht kein Unterschied.

Der leichte Zugang zu Geldspielautomaten unterläuft die Spielsuchtprävention
Einschlägige Fachstellen für Spielsucht warnen davor, die Geldspielautomaten auch in Restaurants und Bars aufzustellen. Denn je mehr Automaten es gibt, desto mehr wird gespielt.
Zudem besteht ein Zielkonflikt zwischen den Einnahmen, die man als Betreiber*in erzielen kann und dem Schutz von Spielenden. Die monatlichen Einnahmen können pro Automat 5'000-10'000 CHF betragen.

 

Weitere Informationen: https://geldspielautomaten-nein.ch/