Der Zürcher Fluglärmindex ZFI nimmt wegen der Verletzung der Nachtflugsperre zu. Die Grünen verlangen endlich griffige Massnahmen gegen die zunehmende Zahl der Flugbewegungen in der ersten und zweiten Nachtstunde. Bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Risiken ist der Regierungsrat aufgefordert, sein rosarote Brille abzulegen.

Der Zürcher Fluglärmindex ZFI nimmt wegen der Verletzung der Nachtflugsperre zu. Die Grünen verlangen endlich griffige Massnahmen gegen die zunehmende Zahl der Flugbewegungen in der ersten und zweiten Nachtstunde. Bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Risiken ist der Regierungsrat aufgefordert, sein rosarote Brille abzulegen.

Im Flughafenbericht 2015 verteilt der Regierungsrat rundum gute Noten, obwohl der ZFI einmal mehr deutlich gestiegen ist. Wie in den vergangenen Jahren versucht der Regierungsrat, das durch den Bevölkerungszuwachs zu erklären. Die Zahlen sprechen eine andere Sprache: Die Zahl der nächtlichen Flugbewegungen in der ersten Nachtstunde und in der Nachtsperrzeit haben einmal mehr deutlich zugenommen. Entsprechend ist der Einfluss auf den Nachtanteil im ZFI. Es ist Augenwischerei, wenn man das ständig mit Bevölkerungseffekten zu erklären versucht. Der Effekt des Bevölkerungswachstums war bei der Einführung des ZFI bekannt.

Der ZFI zeigt sich einmal mehr als empfindliches Fieberthermometer, und als Kur hat der Regierungsrat einmal mehr nur Kamillentee im Sortiment. Die Grünen protestieren gegen diese passive Haltung und verlangen griffige Massnahmen gegen die Verletzung der Nachtflugsperre.

Der Regierungsrat verteilt bei der Wirtschaftlichkeit gute Noten. In den Grundsätzen der Public Corporate Governance ist aber auch eine kritische Würdigung der Risiken gefordert. Die Grossinvestition in den Circle soll ein weiteres wirtschaftliches Standbein liefern. Die Risiken im überhitzten Immobilienmarkt des Kantons werden dabei nur mit einer Randnotiz erwähnt. Es ist nicht erkennbar, wieso die Flughafen Zürich AG mit ihren erweiterten Geschäftsfeldern weniger abhängig von globalen Einflüssen sein soll. Hier muss der Regierungsrat seine rosarote Brille durch eine fundierten Analyse ersetzen.