Kantonsrätliche Kommission KPB will künftige Nutzung der Zeughäuser abschiessen

Do 13.09.18

Nach fast 40 Jahren Diskussion um die Nutzung der Zeughäuser hat der Kanton zusammen mit der Stadt Zürich ein Masterplan Zeughäuser erarbeitet. Heute wurde bekannt, dass die Kommission für Planung und Bau (KPB) diesen Deal mit der Stadt ablehnt. Aus Sicht der Grünen ist dieser Entscheid mehr als fragwürdig.


In den 80ern, nach dem Auszug der Armee wurde das Kasernenareal in der Stadt Zürich für neue Nutzungen frei. Seit bald 40 Jahren wird über eine neue Nutzung diskutiert. Nach etlichen Volksabstimmungen, Work-Shops und Wettbewerben gelang es nun endlich ein überzeugendes Konzept für eine neue Nutzung vorzulegen. Die Zeughäuser werden im Baurecht an die Stadt abgegeben und saniert. Entstehen soll ein «regionaler Magnet», ein lebendiger, vielfältiger Erholungsort mit gewerblicher und kultureller Nutzung. Bereits zugestimmt hat bereit der Zürcher Stadtrat, der Zürcher Gemeinderat und der Regierungsrat. Der Regierungsrat, der Stadtrat und der Zürcher Gemeinderat haben zugestimmt, jetzt fehlt noch die Genehmigung des Kantonsrats.

Anti-Stadt Reflex
Wie in der heute erschienenen Vorlage 5421a ersichtlich, lehnt die Mehrheit der Kommission den Deal mit der Stadt ab. Dies obwohl die Ablehnung des Geschäfts den Kanton teurer zu stehen kommt. Es scheint so, als kämen generelle Ressentiments gegen die Stadt Zürich zum Tragen. Eine Ablehnung des Geschäfts bedeutet ein zurück auf Feld eins.

Ablehnung kommt teurer
Die Vorlage 5421 sieht die Übertragung der Zeughäuser im Baurecht an die Stadt Zürich vor. Diese stehen unter Denkmalschutz und müssen zwingend saniert werden. Die Stadt wird diese sanieren, der Kanton zahlt 30 Millionen davon. Damit fährt der Kanton finanziell nicht schlecht. Bei Ablehnung müsste der Kanton die Zeughäuser selber sanieren.

Entscheid durch den Kantonsrat steht noch aus
Ob die Vorlage noch diese Legislatur im Kantonsrat behandelt wird ist unklar. Sicher ist jedoch, dass die Grünen mit Verbündeten versuchen werden, den Zeughaus-Deal noch zu retten. Die Chancen dazu sind intakt.