Ja zur Volksinitiative «Mehr Geld für Familien»

Die Volksinitiative fordert vom Kanton Zürich als wirtschaftsstärksten Kanton, nicht auf den Mindestbeiträgen für Familienzulagen zu verharren. Zukünftig sollen die Familienzulagen 150% der bundesrechtlichen Minimalvorgaben betragen. Aktuell betragen diese 200 Franken pro Kind, respektive 250 Franken für Jugendliche in Ausbildung. Der Kanton Zürich leistet sich eine geringfügige Abweichung: 250 Franken erhält man schon ab 12 Jahren. Der Kanton Zug zahlt Zulagen von 300 bzw. 350 Franken, die beiden Appenzell von 230 bzw. 280 Franken.

 

Die Kinderarmut nimmt zu. Jedes siebte Kind ist davon betroffen. 40% der Personen, welche Sozialhilfe erhalten, sind unter 25 Jahre alt. Die Schweiz investiert nur 1,5% ihres BIP in Sozialleistungen für Kinder und Familien und liegt damit deutlich unter dem europäischen Durchschnitt von 2,4%.

 

Wir GRÜNE sagen JA zur Volksinitiative «Mehr Geld für Familien». Als viel zielführender erachten wir aber die Einführung von bedarfsgerechten Familienergänzungsleistungen – entsprechende nationale und kantonale Vorstösse sind hängig. So lange dafür jedoch keine politischen Mehrheiten absehbar sind, gilt es, jenen Familien und ihren Kindern den Rücken zu stärken, für welche die Familienzulagen im Monatsbudget ein spürbares Plus sind.