Ja zum Energiegesetz: Fakten und Argumente

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Mit dem Energiegesetz leistet der Kanton Zürich den bis anhin grössten kantonalen Beitrag an den Klimaschutz in der Schweiz. Bis 2040 soll der CO2-Ausstoss im Bereich der Gebäude um über 90% reduziert werden.


Wir haben die Technologien, um klimafreundlich zu heizen. Sie haben sich in der Praxis bewährt und als wirtschaftlich erwiesen. Im Kanton Zürich laufen inzwischen rund 65’000 Wärmepumpen und 3‘000 Pelletheizungen. Trotzdem stammen immer noch 40% des kantonalen CO2-Ausstosses von den Gebäuden. Und: von den gegenwärtig 120’000 Öl- und Gasheizungen wird die Hälfte wieder durch eine solche ersetzt. So erreichen wir unsere Klimaziele nicht.

Klimafreundlich heizen statt Öl und Gas verbrennen

Deshalb sieht das Energiegesetz vor, dass sämtliche Öl- und Gasheizungen am Ende ihrer Laufzeit durch klimafreundliche Wärmesysteme ersetzt werden. Bedingung ist, dass es technisch möglich ist und über 20 Jahre gerechnet nicht mehr als 5% teurer wird. Die Erfahrungen aus Basel-Stadt zeigen, dass dies in über 90% der Fälle dazu führt, dass neu eine klimafreundliche Heizung eingebaut wird. Bei einem Erneuerungszyklus von 20 Jahren können wir bis 2040 von einer CO2-Reduktion von über 90% ausgehen. Für Neubauten verlangt das Gesetz zudem, dass sie mit einer Photovoltaikanlage für den Eigenverbrauch ausgerüstet werden.

 

Bis zu 30 Prozent günstiger

Das Energiegesetz ist wirksam, wirtschaftlich und fair. Zwar sind die Investitionen für eine klimafreundliche Heizung oft etwas höher als bei einer Öl- oder Gasheizung, doch die Energiekosten liegen derart viel tiefer, dass Heizen unter dem Strich bis zu 30% günstiger wird. Das kommt auch den Mieter*innen zugute, da eine Senkung der Nebenkosten in jedem Fall weitergegeben werden muss. 

 

Geld bleibt hier

Aber auch Hauseigentümer*innen profitieren, da der Kanton die höheren Anfangsinvestitionen für Wärmepumpen mit guten Förderbeiträgen unterstützt. Und schliesslich nützt das Energiegesetz auch dem Gewerbe: Heute fliessen jährlich gut 0.5 Mrd. Franken für Erdöl und Erdgas aus dem Kanton ins Ausland. Wenn dieses Geld hierbleibt, fördert dies technische Entwicklungen und Arbeitsplätze im Bereich der klimafreundlichen Wärmetechnik.

 

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Thomas Forrer, Fraktionspräsident GRÜNE