Grüne Bülach

Engagiert für mehr Ökologie, mehr Kultur und mehr Bildung.

Dominik Zehnder in die Primarschulpflege

Die richtige Wahl für unsere Primarschule!
Am 17. November 2019 findet der 2. Wahlgang für die Nachwahl in die Primarschulpflege statt.
Unser langjähriges Mitglied Pfarrer Dominik Zehnder stellt sich zur Wahl.

102x131_schulpflege_buelach_2wg_v2.jpg

Video
Flyer

Als Vater von drei Töchtern im Primarschulalter und als Bülacher ist mir die Entwicklung der Schulen in Bülach wichtig. Ich werde mich dafür einsetzen, dass die Primarschulen in Bülach auch in Zukunft starke Schulen und Orte des gelingenden Lernens und Lehrens bleiben.

Was mir wichtig ist: 

  • Bildung ist massgeblich für individuelle Lebenschancen, deshalb werden Gaben gefördert, Schwächen gestützt und Kompetenzen entwickelt. 
  • Schulen und Schulverwaltung leisten ihren Beitrag zur nachhaltigen Weiterentwicklung unserer liberalen und offenen Gesellschaft. 
  • Lehrende werden in ihrer wichtigen und verantwortungsvollen Bildungsarbeit mit unseren Kindern unterstützt und nicht gegängelt. 
  • Schulische Strukturen ermöglichen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

 

Dominik Zehnder

1963, aufgewachsen im Bezirk Bülach, Familienvater, Hausmann und reformierter Gemeindepfarrer mit Schwerpunkt Bildung und Unterricht,
langjährige Arbeits- und Leitungserfahrung in Privatwirtschaft, Sozialwirtschaft, Kirche und Ehrenämtern, früherer Bezirksschulpfleger, verheiratet, drei Kinder.

Volksinitiative "Boden für die kommenden Generationen"

boden_initiative.jpg

Miteinander lancieren Grüne, EVP und SP Bülach eine Volksinitiative. Sie wollen damit erreichen, dass die Stadt Bülach ihrem Boden Sorge trägt und Grundstücke nicht mehr verkauft. Gefordert wird eine nachhaltige und langfristige Bodenpolitik.

Die Grundstücke der Stadt Bülach gehören den Bülacherinnen und Bülachern: Das soll auch so bleiben! Auch Land, das heute nicht unmittelbar für städtische Aufgaben verwendet wird, kann morgen unentbehrlich sein zum Beispiel für Schulen, Freizeitanlagen, Infrastrukturprojekte oder Bedürfnisse, von denen wir bisher noch nichts wissen. Gemeinden, die bisher eine aktive Bodenpolitik betrieben haben, sind auch bei der Standortförderung im Vorteil. Mehr Gestaltungsspielraum und eine starke Verhandlungsposition für das Bülach von morgen: Das ist das Ziel der Initiative «Boden für die kommenden Generationen».

Boden ist ein unvermehrbares und daher besonders kostbares Gut; Bauland, das Tafelsilber jeder Gemeinde. Land zu erwerben, ist kostspielig und wird in Zukunft noch teurer. Denn Einzonungen sind heute kaum mehr möglich. Wir müssen also mit dem bestehenden Bauland auskommen. Eine Gemeinde benötigt genügend Landreserven für ihre Entwicklung und Gestaltung.

Bülach braucht eine nachhaltige, langfristige Bodenpolitik. Als Bodenbesitzerin kann die Gemeinde den städtischen Lebensraum aktiv mitgestalten.

Deshalb soll die Stadt ihre Grundstücke nicht verkaufen, sondern bei Bedarf Dritten zum Gebrauch überlassen. Das Baurecht hat den Vorteil, langfristig höhere Erträge (Baurechts- oder Mietzinsen) als bei einem Landverkauf einzubringen. Dennoch kann das Grundstück bebaut werden. Nach Ablauf der Baurechtsverträge können künftige Generationen wieder neu über die Verwendung des stadteigenen Bodens entscheiden und damit die Stadt in ihrem Sinne weiterentwickeln. Der Wert des Bodens bleibt damit auch für unsere Nachkommen erhalten.

Bestrebungen, eigenen Boden zu verkaufen, um den Haushalt ausgeglichen zu gestalten, gab es in Bülach immer wieder. Damit soll nun Schluss sein! Die Initiative orientiert sich an ähnlichen, erfolgreichen Vorstössen in Basel, Luzern und Winterthur. Die Parteien lancieren die Initiative gemeinsam. Mit dieser breiten Abstützung sind sie zuversichtlich, eine Mehrheit für dieses wichtige Anliegen zu gewinnen.

283 Unterschriften konnten die Parteien miteinander schon sammeln. 300 werden gebraucht. Da fehlen nicht mehr viele! Wir sind aber trotzdem froh, um jede Unterschrift welche uns gesendet wird.

Initiativ Bogen
Argumentarium
Erklärung zum Initiativtext

Herkules Aufgabe-Entsorgung der atomaren Abfälle

img_1821.jpeg«Atomendlager Ja oder Nein», dazu haben wir die beiden Geologen Marcos Buser, Kritiker der offiziellen Strategie und Maurus Alig, Geschäftsleitungsmitglied der NAGRA zusammen mit Gabriela Winkler, Vizepräsidentin der Regionalkonferenz Nördlich Lägern sowie Luís Calvo Salgado, Mitgliede der Regionalkonferenz Nördlich Lägern und Fraktionspräsident der Grünen Bülach eingeladen. Gut 60 interessierte Gäste haben die von Nicole Marti, Redaktorin bei SRF, moderietre Podiumsdiskussion verfolgt. Die PodiumsteilnehmerInnen haben eine sachliche und faktenbasierte Diskussion geführt. Einig war man sich, dass der von der Schweizer Bevölkerung verursachte Atommüll auch in der Schweiz entsorgt werden muss und dass der Entscheid, wo dies geschehen soll, von wissenschaftlichen Kriterien geprägt werden muss. Die über mehrere 100'000 Jahre strahlenden Abfälle verursachen aber einen aufwändigen Prozess, der seit den 1970er Jahren dauert. Einzig Finnland hat es bisher geschafft, einen Standort für ein Atomendlager zu bezeichnen. Maurus Alig betonte, dass man heute in der Schweiz nicht mehr von einem Atomendlager sondern von einem Tiefenlager spricht, welches eine Rückholbarkeit des strahlenden Abfalls gewährleisten soll. Am sichersten der drei Standorte Nördlich Lägern, Zürcher Weinland und Bözberg soll nach dem aktuellen Zeitplan der NAGRA 2050 mit dem Bau des Lagers und ab 2060 mit der Entsorgung begonnen werden. Marcos Buser brachte ein, dass der Prozess verkehrt aufgegleist sei und man deutlich mehr über das Verhalten des Mülls und dem Gestein, in welches man diesen einlagert, wissen müsse. Deshalb solle man aktuell noch an einem Zwischenlager festhalten und weiterhin Freiraum zum Denken und Handeln geben. Luís Calvo gab zu bedenken, dass die in der Regionalkonferenz mitwirkenden deutschen Mitglieder und die deutsche Regierung andere Vorgehensweisen empfehlen würden und man diesen unbedingt auch Beachtung schenken sollte. Gabriela Winkler meint, dass es wichtig sei, den Prozess weiterhin sehr kritisch zu begleiten. Die Fragen und Reaktionen des Publikums waren sehr emotional, was zeigt, dass dieses fast unlösbare Problem die Leute stark beschäftigt.

Wir werden den Prozess weiterhin aktiv und sehr kritisch verfolgen. 

img_1814.jpeg

Gletscherinitative mehr als 125'000 Unterschriften sind eingegangen

logo_gletscherinitiative_rgb_de.png

 

Die Initaitve verlangt, dass die Klimaziele von Paris in die Verfassung aufgenommen werden. Somit muss bis 2050 der Netto Ausstoss von CO2 auf Null reduziert werden. Aktuell sind beim Initiativkomitee mehr als 125'000 Unterschriften eingegangen, so dass die Hürde von 100'000 einzureichenden Unterschriften gut erreicht wurde.

Zur Initiative

 

Das andere Podium

 

podium_flyer.png

Endlager: Ja oder Nein

Die radioaktiven Abfälle strahlen noch während einer Milion Jahren. Kein Land hat bisher ein Endlager für seine Radioaktiven Abfälle gefunden. Das Zürcher Unterland ist ein möglicher Standort für ein Tiefenlager für die hochradioaktiven Abfälle. 

Am Podium diskutieren ausgewiesene Kenner mit verschiedenen Blickwinkeln.

190428_inserat_fuer_stadtblatt.jpg

 

 

Claudia Forni ist höchste Bülacherin

Claudia Forni bekundete in ihrer Antrittsrede Respekt vor der neuen Aufgabe: «Meine Vorgängerin Britta Müller hat die Latte hoch gesetzt.» Wenn sie sich etwas wünschen dürfte, wäre es ein Parlament im ursprünglichen Sinn des Wortes – also ein Ort, wo man miteinander spreche, sich austausche und vielleicht sogar einmal die eigene Meinung ändere.
Sie führte Suverän durch ihre erste Sitzung im Gemeinderat und konnte mit einen Stichentscheid ein Postulat zur Ausrufung des Klimanotstands an den Stadtrat überweisen.

Die Grünen Bülach gratulieren Ihr herzlich zur sehr guten Wahl und wünschen ihr ein spannendes und erfolgreiches Jahr.

Postulat Jugendparlament

Damaris Hohler hat ihr Postulat zur Prüfung der Einführung eines Jugendparlaments eingereicht. Der Stadtrat hat das Postulat entgegen genommen. Eine Antwort und allfällige Anträg vom Stadtrat müssen innerhalb von sechs Monaten erfolgen.

Wie diverse politikwissenschaftliche Studien belegen, haben viele Gemeinden zunehmend Mühe, genügend politisches Personal zu finden. Besonders an jungen Leuten mangelt es – wie wir es ja auch in unserem Parlament oder den Parteien beobachten können. Doch nicht nur vom passiven, sondern auch vom aktiven Wahlrecht scheinen junge Leute wenig Gebrauch zu machen. So betrug die Wahlbeteiligung der 18- bis 29-Jährigen bei den letztjährigen Bülacher Wahlen lediglich 14.8 % - ein sehr tiefer Wert! Umso wichtiger erscheint es  darum, dass Jugendliche stärker in die Politik eingebunden werden, gerade auch in die Lokalpolitik, und ihre Freude an politischer Partizipation geweckt wird. Schliesslich politisieren wir für die Zukunft und gerade die Jungen sollen die Möglichkeit haben, ihre Visionen und Ideen einzubringen.

20130503-081-jugendparlament-zolles_ranz_mg_5161.jpg

Schwimmbadstrasse ohne Bäume? Ungenügend Velo-Abstellplätze?

topelement-2.jpg

120 Personen machen sich für fünf Bäume stark

An der Schwimmbadstrasse stehen fünf mächtige Platanen. Weil die Bäume offenbar in die Jahre gekommen sind und ihre Wurzeln den Asphalt beschädigen, sollen sie nun gefällt werden. Und zwar ersatzlos. Denn zugepflasterte Flächen kosten wenig Geld für Erstellung und Unterhalt. Der Preis ist ein anderer: eine immer ärmere Umwelt und sinkende Lebensqualität.

Rund um die Badi gibt es eine ganze Reihe von Parkplätzen für Autos, aber offiziell keine Velo-Abstellplätze. Im Sommer werden einfach ein paar Autoparkplätze zu diesem Zweck genutzt. Der eh schon zu knappe Platz für die Velos könnte theoretisch jederzeit gestrichen werden. Auch im Rahmen der Sanierung ist keine bessere Lösung vorgesehen.

Die Stadt Bülach unterbreitet das Projekt nun der Bevölkerung zur Stellungnahme. Unser Aufruf hat 120 Personen zu einer Einwendung bewegt. Eine regelrechte Flut für die Verwaltung, welche nun einen Bericht zuhanden des Stadtrats erstellen wird.

Bericht im Zürcher Unterländer

Umweltbericht 2018 zeigt das Versagen der bürgerlichen Umweltpolitik!

Medienmitteilung der Grünen Kanton Zürich zum Umweltbericht 2018

Der Umweltbericht 2018 zeigt in praktisch allen Bereichen eine Stagnation oder Verschlechterung der Umweltsituation. Was aber noch schlimmer ist: in der Klimapolitik herrscht Stillstand. Der Regierungsrat sieht sich selber im grünen Bereich. Gleichzeitig lehnt er praktisch alle grünen Vorstösse zur Klimapolitik ab, weil er dann wirklich etwas machen müsste. Gleichzeitig mit der Medienmitteilung zum Umweltbericht werden auch mehrere Medienmitteilungen zu Strassenbauthemen verschickt. Man erkennt die Prioritäten der bürgerlichen Umweltpolitik.

Biodiversität

Die Bilanz der Biodiversität ist miserabel, mit Tendenz zu Verschlechterung. Die Antwort darauf ist die Naturinitiative der Naturschutzverbände, wo die Grünen im Initiativkomitee vertreten sind. Es braucht aber nicht nur mehr Mittel, auch die Reduktion der Pestizidbelastung ist ein drängendes Thema.

Schutz des Kulturlandes

Nur dank der Kulturlandinitiative der Grünen hat sich beim Schutz des Kulturlandes etwas getan. In den Gemeinden werden immer häufiger Einzonungsanträge abgelehnt. Hier hat sich das Bewusstsein der Bevölkerung stark geändert. Mit der Zersiedelungsinitiative der Jungen Grünen wird das Thema auch auf nationaler Ebene aktuell.

Versauerung der Waldböden

Die Versauerung der Waldböden geht ungebremst weiter. Hier tickt eine Zeitbombe. Damit wird die Stabilität der Wälder und auch der Trinkwasservorkommen gefährdet.

Revitalisierung Fliessgewässer

Die Verweigerungshaltung der Regierung bei der Revitalisierung der Fliessgewässer ist offensichtlich. Man verpflichtet sich zwar in Leistungsvereinbarungen mit dem Bund, kümmert sich dann aber nicht darum. Die bürgerliche Mehrheit im Kantonsrat will mit dem Wassergesetz weitere Rückschritte. Das wollen die Grünen mit dem Referendum verhindern.

Klimawandel

Wirklich erschreckend ist aber die fehlende Einsicht im Bereich Klimawandel und Energie. Es wird schon als Erfolg verbucht, wenn der Bedarf zur Anpassung an den Klimawandel definiert wird. Dieser ist schon lange bekannt. Gefragt sind endlich Massnahmen zum Umbau in eine fossilfreie Wirtschaft und Gesellschaft. Diese finden sich im Vorstosspaket der Grünen. Umsetzung ist gefordert.

Meine erste Gemeinderatsitzung

Als mich meine Nachbarin Claudia Forni im August 2017 anfragte, ob ich für den Gemeinderat kandidieren wollte, hätte ich nie gedacht, ein Jahr später tatsächlich meiner ersten Sitzung in diesem Rat beizuwohnen. Nach einigem Zögern habe ich Claudia damals zugesagt, mehr um die Grüne Partei zu unterstützen denn mit der wirklichen Absicht, dieses Amt zu übernehmen. Ich bekam einen Platz ziemlich weit vorne, unter den ersten fünf Kandidierenden (die Grünen haben in Bülach drei Gemeinderatssitze). Bei den Wahlen im April rutschte ich sogar noch einen Listenplatz hinauf und war somit die erste Ersatzkandidatin. Ich war jedoch total überrascht, als ich nur eine Woche darauf einen Anruf von David Galeuchet erhielt. David teilte mir mit, dass er in den Kantonsrat nachrücken könne und sein Platz im Gemeinderat dadurch frei würde. Der Weg in die Bülacher Legislative stand mir somit offen.

Vor einer Woche hatte ich schliesslich meine erste Sitzung. Eine wichtige war es zudem; ein grosser Planungskredit für ein Schulhaus, eine Motion für eine Tagesschule und die Jahresrechnung 2017 standen auf der Traktandenliste. Die Sitzung überraschte mich äusserst positiv. Einerseits hätte ich nicht gedacht, dass es solch lebhafte Diskussionen geben würde. Bülach und die Menschen in dieser Stadt liegen den Ratsmitgliedern wirklich am Herzen. Andererseits fand ich es auch schön, dass die meisten der 28 Parlamentarier nach der Sitzung jedem Einzelnen die Hand gaben und sich verabschiedeten. Mir ist es ein Anliegen, die anderen Politiker in erster Linie als Mitmenschen zu sehen und nicht als Kontrahenten im politischen Wettbewerb. Eine konstruktive Zusammenarbeit kann so nämlich nicht funktionieren.

von Damaris Hohler, Gemeinderätin Grüne Bülach

damaris_hohler13148_cmyk_1.jpg

Von Plastiksack und Bio-Sekte


Replik von Claudia Forni zum Artikel von Florian Schär im Zürcher Unterländer: 

Von Plastiksack und Bio-Sekte

Sehr geehrter Herr Schär,

Sind Sie wirklich überzeugt, dass es nichts bringt, wenn Sie – sagen wir mal – die Hälfte Ihrer offenbar zahlreichen Flugreisen streichen? Dass ich, wenn ich schon nicht Veganerin bin, auch gleich jeden Tag Rindsfilet essen kann?

Sie haben ganz schön hohe Ansprüche. Die meisten Menschen sind nun einmal nicht perfekt. Ernsthafte Bemühungen, sich umweltgerecht zu verhalten, verdienen Anerkennung, auch wenn man man immer noch mehr tun könnte.

Oder sind Ihre Ansprüche ganz im Gegenteil sehr niedrig? Meinen Sie, dass Ehrlichkeit als Tugend allein genügt? Wohl kaum: Ich nehme nicht an, dass Sie Stehlen, Littering oder Rasen völlig in Ordnung finden, solange die Täter dazu stehen. Warum sollte das bei ökologischem Fehlverhalten anders sein?

Sicher: Solange nur Sie und ich einheimisches Bio-Obst oder gelgentlich Fair-Trade-Bananen kaufen, ist die Wirkung gering. Doch mit der Zeit kann sich daraus ein Trend ergeben. Und darauf gründet wiederum das gesellschaftliche Einverständnis, die Grundlage der Regeln, die unser Zusammenleben bestimmen. Beispielsweise, dass man nicht stehlen, Müll auf den Boden werfen oder auf der Strasse Autorennen veranstalten darf. Oder eben auch, dass unsere Lebensmittel umwelt- und ressourcenschonend, tierfreundlich und unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt werden müssen, wie es die Fair-Food-Initiative verlangt, über die wir im September abstimmen.

Claudia Forni, Gemeinderätin

mehr zur Fair-Food Initiative

 

Grün gewinnt

Die Grünen Bülach haben 2.64% Wähleranteil dazu gewonnen . Damit sind wir die Partei, welche am meisten zugelegt hat! Für einen vierten Sitz hat es knapp nicht gereicht.

Antoine Vernez wurde in die Schulpfelge gewählt.

Luís Calvo hat eine Wahl in den Stadtrat knapp verpasst.

Danke allen Wählern für ihre Stimme!

Die Grünen konnten auch in weiteren Gemeinden im Kanton Zürich zulegen.

30738980_1923090024431537_3221202051543334912_n.jpg

Wo bleibt die Kultur, wenn bei Guss39 die Lichter ausgehen?

Aus dem Schlagwort-Repertoire

26904055_1805367419537132_8682615639989434327_n.jpg

Haben Sie etwas gegen Steueroptimierung? Moralismus. Finden Sie es nicht akzeptabel, wenn eine Firma von unmenschlichen Arbeitsbedingungen profitiert? Moralismus. Sollten keine Produkte zum Verkauf gelangen, deren Herstellung die Umwelt unnötig belastet? Das ist doch reiner Moralismus.
Der Mensch tut, was ihm dient, und das ist richtig so; darauf gründet die Wirtschaft. Es ist ja auch legal. Was, Sie wollen ein Gesetz, das solche Exzesse unterbindet? Also bitte, seien Sie doch nicht so moralistisch.

Besorgniserregender Umgang mit der Wahrheit

In den Warnfarben Gelb und Schwarz schreibt die SVP auf ihrem Flugblatt gegen das Asylzentrum in Bülach: «Besorgniserregende Entwicklung: Anzahl der Einsätze von Sicherheitsdiensten wegen Gewalttaten in Asylzentren verdoppelte sich.» Als Quelle wird in einer Fussnote eine «Statistik des Staatssekretariats für Migration» angegeben. Damit soll der Schreckensmeldung Glaubwürdigkeit verliehen werden.

Wir wollten wissen, wie es sich damit wirklich verhält, und haben beim Staatssekretariat für Migration (SEM) nachgefragt, ob es tatsächlich eine Statistik gibt, die diese Aussage unterlegt, was damit genau erfasst wurde und für welche Zeiträume. Dort freute man sich über die Gelegenheit zur Klarstellung.

Hier die Antwort: «Ja, die Zahl der Deeskalationen hat vom Jahr 2015 auf das Jahr 2016 zugenommen. Dies ist den internen Controlling-Berichten des SEM zu entnehmen, über die einige Medien vor ein paar Wochen berichtet haben. Ich gehe davon aus, dass das Flugblatt sich auf diese Medienberichte bezieht.

Der Grund dafür ist aber ein anderer, als das man auf den ersten Blick vielleicht vermuten könnte. Denn unter einer Deeskalation ist auch jeder schlichtende Einsatz des internen Sicherheitspersonals zu verstehen. Das sind zum allergrössten Teil Bagatellen, die aber formal korrekt im Protokoll festgehalten und dann entsprechend als ‹Deeskalation› im Controlling-Bericht erfasst werden müssen. Ein Beispiel: Zwei Gesuchsteller unterhalten sich nach der Nachtruhe noch im Gang. Das Sicherheitspersonal ermahnt die beiden Gesuchsteller zur Ruhe. Und schon muss eine ‹Deeskalation› im Protokoll erfasst werden. Zu schreiben, dass sich die ‹Gewalttaten verdoppelt› hätten ist schlicht falsch.»

Was tatsächlich Besorgnis erregt, ist der unbefangene Umgang gewisser politscher Akteure mit den Fakten. 

Grüne Bülach, SP Bülach