Grüne Bülach

Engagiert für mehr Ökologie, mehr Kultur und mehr Bildung.

Martin Neukom spricht zum neuen Energiegesetz

Regierungsrat Martin Neukom spricht zum neuen Energigesetz. Das Gesetz ist das wichtigste Element für den Klimaschutz im Kanton Zürich in dieser Legislatur. 
Wir freuen uns, wenn Du auch dabei bist.


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Podium zum neuen Zürcher Energiegesetz

Am 28. November stimmen wir im Kanton Zürich über das neue Energie Gesetz ab. Am kontradiktorischen Podium argumentieren Pro und Kontra zum Gesetz.

Hans Egloff, Präsident des HEV, Nationalrat SVP und Claudio Schmid, Kantonsrat SVP vertreten die Nein-Argumente. Andreas Edelmann, Präsident Casafair und David Galeuchet, Kantonsrat Grüne vertreten das Ja zum Energiegesetz.

Informiere Dich aus erster Hand! Sei dabei am 27. Oktober um 19:00 im Hotel zum goldenen Kopf.

Mit dem Ja zum Energiegesetz können wir mit einfachen, wirtschaftlichen und zielgerichteten Massnahmen das Klima schützen. Klimafreundlich heizen ist längst Realität, technisch bewährt und auch günstiger. Das Energiegesetz will, dass die Umstellung schneller vorangeht, weil Klimaschutz drängt. Der Kanton Zürich zeigt mit dem breit abgestützten Energiegesetz, dass Klimaschutz möglich ist – und das Gewerbe profitiert. 

Flyer Podium Energiegesetz

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Danke für Deine Stimme!

Die Bülacher Bodeninitative Initiative ist angenommen!  Jede Stimme zählt. Das zeigt das Resulat der Bodeninitiative: 2830 JA zu 2800 NEIN.  30 Stimmen haben den Unterschied ausgemacht. Ein Erfolg für die kommenden Generationen und ihre Gestaltungsmöglichkeiten für ihr Bülach.

Somit ist nun in der Gemeindeordnung verankert, dass die Stadt Bülach ihrem Bodenbesitz Sorge trägt und grundsätzlich keine Grundstücke mehr verkauft. Das ist unerlässlich für eine nachhaltige und langfristige Bodenpolitik, damit auch die kommenden Generationen ihr Bülach gestalten können.

Grundstücke, die die Stadt Bülach gerade nicht selbst nutzt, kann sie dennoch Dritten zur Verfügung stellen, zum Beispiel mit einem Baurechtsvertrag.

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Klimademo in Bülach

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Grillabend

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Keine Mitgliederversammlung, kein Podiumsgespräch und auch keine Standaktion - sondern ein gemütlicher Abend für Mitglieder, Sympathisantinnen und Sympathisanten.

Wir freuen uns auf einen geselligen Abend, um über Alltag, Umwelt und Politik zu diskutieren. Für Beilagen und Getränke ist gesorgt. Essen zum Grillieren mitbringen. Keine Anmeldung notwendig.

Der Spitalwald soll fallen!

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Obwohl in der Schenkungsurkunde des Spitals festgehalten ist, dass der umliegende Eichenwald nie kahlgeschlagen werden darf, soll nun genau dies für den Ersatzneubau des Spitals geschehen. Bis am 4. August kann sich die Bevölkerung zur Revision der Nutzungsplanung schriftlich äussern.

Durch eine Schenkung des Auslandschweizers Sir John Brunner aus Liverpool konnte der Grundstein für das Spital Bülach gelegt werden. Neben dem genauen Standort des Brunnerstifts wurde in der Schenkungsurkunde auch festgehalten, dass der umliegende Eichenwald nie kahlgeschlagen werden darf. Genau das soll nun aber für den Ersatzneubau erfolgen. Eine Fläche von 1’800 m2 soll eingezont und der jetzige Wald zur Zone für öffentliche Bauten erklärt werden, damit so 26 alte Bäume gefällt werden können. Darunter zehn Eichen, von welchen eine einen Durchmesser von einem Meter hat und vermutlich mehrere hundert Jahre alt ist.

Für den Projektwettbewerb des Spitalersatzbaus wurde die Fläche im Südwesten vorgegeben: dass eine Einzonung möglich ist, davon wurde einfach ausgegangen! Alternative Flächen des Spitalareals für die Weiterentwicklung wurden nicht berücksichtigt. Eine solche Prüfung hätte aber zur Bestätigung der Standortgebundenheit durchgeführt werden müssen. Das Siegerprojekt des Wettbewerbs steht ca. zu einem Drittel im Bereich, der abgeholzt werden soll. Weshalb muss dann die ganze Fläche zum Fällen freigegeben werden? Der Neubau könnte auch einfach weiter nach Osten gebaut werden, damit alle Bäume erhalten werden können.

Das Waldstück dient heute als natürlicher Lärmschutz des Bettentrakts zur rege befahrenen Hochfelderstrasse. Die südliche Hauptfassade des geplanten Ersatzbaus würde auf der ganzen Länge direkt an die Strasse angrenzen. Dadurch würden bei einer Fassade mit Fenstern zum Öffnen die Lärmgrenzwerte massiv überschritten. Das Fenster öffnen zu können, ist aber für Personen die lange im Spital liegen müssen wichtig, um doch einen Kontakt zum Aussenraum und der Natur zu erleben.

Alte Bäume sind im Siedlungsraum für uns Menschen unerlässlich. Sie bieten verschiedenen Tierarten Lebensraum, steigern die Biodiversität und verbessern damit auch unser Wohlbefinden. In Anbetracht der fortschreitenden Klimakrise sind grosskronige, schattenspendende Bäume, die zudem durch ihre Verdunstung für Kühlung sorgen, sehr wichtig. Um die Klimaleistung einer 100-jährigen Eiche zu erreichen, müsste man 100 zehnjährige Eichen pflanzen.

Werden Sie aktiv und senden Sie bis am 4. August eine Einwendung gegen die Einzonung ein!

Die Dokumente finden Sie unter: www.buelach.ch/themen/wohnen-bauen/stadtplanung/bauzonenplanaenderung-spital- buelach

Eine Vorlage für Ihre Einwendung finden Sie hier:
Vorlage Einwendung

 

Andreas Scheuss folgt auf Claudia Forni

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Nach 7 Jahren als Vertreterin der Grünen im Bülacher Stadtparlament tritt Claudia Forni per 31. Juli von ihrem Amt zurück. In den Fachkommissionen und im Rat hat sie sich neben ökologischen Themen besonders für die Anliegen der Kultur, der Jugend und der Flüchtlinge eingesetzt. 2019 wurde sie zur Präsidentin der Bülacher Legislativen gewählt.

Nachfolger von Claudia Forni im Stadtparlament wird Andreas Scheuss.

Der 36-jährige ist verheiratet, hat einen kleinen Sohn und ist seit 2018 im Vorstand der Grünen der Stadt Bülach als Aktuar tätig. Er freut sich, die Stimmen der Grünen-Wähler im Rat vertreten zu dürfen.

Scheuss ist im Kanton St. Gallen in einer Landgemeinde aufgewachsen. Seine Erstausbildung hat er an der Wirtschaftsmittelschule in St. Gallen abgeschlossen und danach in knapp einem Jahr als Durchdiener (Rettungssoldat) seine Dienstpflicht erfüllt. Anschliessend erwarb er die Matura auf dem zweiten Bildungsweg, um dann Mathematik und Philosophie in Zürich zu studieren. Seit seinem Master-Abschluss arbeitet er als Software-Entwickler und Projektbegleiter.

"In meinem Studium lernte ich, komplexe System schnell und vollständig zu verstehen, eigene Argumentationen schlüssig zu führen und die anderer kritisch zu hinterfragen. Ich denke, dass wird mir im Stadtparlament sehr hilfreich sein." sagt Scheuss.

Konkret einsetzen will er sich für eine sinnvolle, weitsichtige Verkehrs-, Schul- und Raumplanung. "Hier gibt es derzeit viele Themen, bei denen die Fehler der Vergangenheit ausgebessert werden müssen." meint Scheuss.

Am wichtigsten findet Scheuss aber, dass man auf lokaler Ebene Antworten auf das drängendste Problem unserer Zeit findet: unseren Umgang mit der Umwelt.

"Wir werden in Zukunft mit immer grösseren Aufgaben in Bezug auf die Folgen des menschengemachten Klimawandels und generell unseres Umgangs mit der Umwelt konfrontiert sein. Es braucht jetzt auch auf lokaler Ebene kreative und nachhaltige Lösungen, um diesen Problemen zu begegnen. Das Bülacher Stadtparlament hat zwar den Klimanotstand ausgerufen, doch seither scheint kein wirklicher Sinneswandel stattgefunden zu haben. Da möchte ich mehr Druck erzeugen."

 

Velobörse

Endlich können wir die beliebte Velobörse wieder durchführen.

Nutzen Sie die Gelegenheit mit dem zu kleinen Kindervelo einm anderen Kind eine Freude zu machen und für Ihr Kind ein grösseres Velo zu finden.

An der Börse finden Sie eine grosse Auswahl an gebrauchten Velos in verschiedenen Preislagen.

Annahme: ab 08:30 
Verkauf: ab 09:00 bis 13:00

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Eine Klima-Blockade können wir uns nicht leisten – jetzt sind die Gemeinden und Kantone gefragt!

bildschirmfoto_2021-06-16_um_08.03.41.pngDie Ablehnung des CO2-Gesetzes bremst den Schweizer Klimaschutz massiv aus. Dabei hätte dieses Gesetz einen ersten zentralen Schritt in Richtung eines besseren Klimaschutzes und damit zur Erreichung der Pariser Klimaziele ermöglicht. Trotz oder gerade wegen dieses Scherbenhaufens dürfen die Anstrengungen zur Bekämpfung der Klimakrise jetzt nicht nachlassen; die Klimaerwärmung wartet nicht, bis ein neues Gesetz verabschiedet wird. Bei der aktuellen Blockade auf nationaler Ebene liegt es nun an den Gemeinden und Kantonen, ambitioniert gegen die Klimakrise vorzugehen. Die Grünen fordern von der Stadt Bülach, konsequent und in allen Politikbereichen auf eine klimaneutrale Stadt hinzuarbeiten. Das fordert auch die Bülacher Bevölkerung, die an der Klimademonstration vom 21. Mai in Bülach auf die Strassen ging. Ein wichtiges Projekt in Bülach, in das der Klimaschutz unbedingt einfliessen muss, ist die aktuelle Überarbeitung des Gesamtverkehrskonzepts. Bülach muss sich zudem an die Folgen des Klimawandels anpassen. Die Begrünung des Siedlungsraums ist zentral, um eine Hintzeinsel in Bülach zu vermeiden. Im kommenden November haben die Stimmbürger*innen mit dem kantonalen Energiegesetz eine weitere Möglichkeit Massnahmen gegen die Kliamerwärmung fest zu setzen.

Mit der Ablehung der Trinkwasser- und Pestizidinitiative bleibt eine ökologischere Agrarpolitik zum Schutz der landwirtschaftlichen Böden und der Gewässer blockiert. Um unsere Lebensgrundlagen und Natur zu erhalten, braucht es dringend Massnahmen wie einen verbindlichen Absenkpfad für Pestizide und Nährstoffe. Auch Bülach und die anderen Gemeinden im Zürcher Unterland können hier einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie sich konsequent für Biodiversität im Siedlungsraum einsetzen. Die Grünen Bülach fordern von der Stadt, dass Biodiversität und Naturschutz als Querschnittsthemen bei jedem Bauvorhaben mitgedacht werden. Dafür braucht Bülach endlich ein Biodiversitätsleitbild. Schliesslich liegt es auch in der Verantwortung der Gemeinden, für sauberes Grund- und Trinkwasser zu sorgen; dazu müssen die aktuellen Schutzbestimmungen erhalten und bei Bedarf ausgeweitet werden.

Erfreulich verlief der Abstimmungssonntag hingegen für die Bülacher Bildungslandschaft: Mit der Annahme des Planungskredits hat das Volk seine Zustimmung gegeben zu der dringend nötigen Erweiterung des Schulhauses Hinterbirch. Dadurch erhält die neue Generation von Sekundarschüler*innen eine moderne und zweckmässige Infrastruktur.

3 x JA für Klima und Biodiversität

Am 13. Juni stehen wichtige Abtimmungen für Klima und Biodiversität an. Jede Stimme zählt - auch Deine! Am einfachsten ist die briefliche Wahl.

Unsere vollständigen Wahlempfehlungen mit weiterführenden Informationen 

Abstimmungsflyer

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JA zum Planungskredit für die Sekundarschule Hinterbirch

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Bülach ist in den letzten 15 Jahren stark gewachsen und damit hat auch die Schülerzahl deutlich zugenommen. Bereits 2008 hat die Sekundarschulpflege auf das Wachstum der Schülerzahlen reagiert und Planungen in Auftrag gegeben. Der Widerstand der Anwohner*innen führte dazu, dass der damalige Präsident Peter Schultheiss (SVP) die Planung eines grossen Erweiterungsbaus im Hinterbirch 2011 zurückzog. Doch die Schüler*innen waren da und die nachfolgende Schulpflege hat bereits damals unter dem grossen Einsatz der Präsidentin, Irene Jaggi, Schritt für Schritt die baulichen Aufgaben (Abbruch Turnhalle und entsprechende Erweiterung Hinterbirch) übernommen, um die steigenden Schülerzahlen aufzufangen und Schulraum zu schaffen. Zudem hat sich die Behörde bemüht, zusätzliches Land in den Kreisgemeinden zu finden. Trotz anderen Behauptungen wurden ihr in den letzten zehn Jahren keine konkreten Angebote für 14’000m2 Land gemacht. Den soviel Land braucht es für ein neues Sekundarschulhaus.

Nun liegt ein Planungskredit für einen neunen Schulhausanbau auf dem Areal Hinterbirch vor. Dort sollen 12 Klassenzimmer und Fachzimmer, sowie eine multifunktionale Doppelturnhalle gebaut werden. Und wieder bekämpft eine Gruppe von Anwohner*innen das Vorhaben. Der Bau kommt auf gemeindeeigenem Land zu stehen, was die Kosten erheblich senkt. Grosse Schulhäuser mit über 1’000 Schüler*innen sind längst nicht nur in der Romandie, sondern auch im Kanton Zürich eine Realität. Bülach wird urbaner, und dieser Realität muss man auch hier Rechnung tragen. 86% aller jungen Menschen in Bülach gehen an die Sekundarschule und verdienen eine würdevolle und solide Bildungsumgebung, sie sollen nicht in teuren Provisorien über Jahre untergebracht werden. Die Grünen Bülach unterstützen eine gute Bildungsqualität für alle und rufen Sie dazu auf dem Planungskredit zuzustimmen. 

Wahlempfehlung für die Friedensrichterwahlen: Thorsten Kahlhöfer

Auch für den zweiten Wahlgang der Friedensrichterwahl empfehlen die Grünen Bülach Torsten Kahlhöfer. Das KandidatInnenfeld ist auf drei geschrumpft.

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Die Grünen der Stadt Bülach haben in einer Online-Mitgliederversammlung die fünf Bewerber und Bewerberinnen des ersten Wahlgangs für das Friedensrichteramt von Bülach und Höri eingeladen und sie ihre Argumente vorbringen lassen. Es ist erfreulich, dass Bülach in der konfortablen Lage ist, dass sich fünf KandidatInnen zur Wahl stellen.

Für die Grünen spielt in erster Linie die Professionalität eine Rolle, denn juristische Unkenntnisse eines Friedensrichters zum Beispiel in den Bereichen Arbeits- und Zivilrecht sind bei allfälligen anschliessenden Gerichtsverhandlungen meist mit hohen Kosten verbunden. 

Ein zweiter Aspekt neben einem abgeschlossenen Jusstudium ist für die Grünen die Lebenserfahrung und das Engagement. Dabei hat sich Herr Thorsten Kahlhöfer aus unserer Sicht als bester Kandidat ausgezeichnet. Deshalb empfehlen wir den Wählerinnen und Wählern von Bülach für Herrn Thorsten Kahlhöfer zu stimmen. 

Nachdenklich hat uns gestimmt, dass ein Kandidat GLP Mitglied ist, sich aber für die Friedensrichterwahl nicht als solches ausweist.

weitere Informationen zu den KandidatInnen im Artikel des Zürcher Unterländer

Bülacher Klimademo

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Am Freitag 21. Mai 16:30 beim Untertor.

Wir dürfen nicht mehr als 100 Menschen sein. Falls du sicher kommst, melde dich doch bitte hier an.

Die Klimakrise betrifft nicht nur die grossen Städte! Deswegen organisieren wir eine Klimademo im Zürcher Unterland. Es wird ein lauter, fröhlicher, bunter und natürlich friedlicher Protest für mehr Umwelt- und Klimaschutz in der Region Bülach. Gross und klein, alt und jung, Schülerin und Arbeiter, Kindergärtnerin und Grossvater, von Rafz bis Kloten, von Niederweningen bis Pfungen und natürlich auch darüber hinaus: Wir laden alle Einwohnerinnen und Einwohner ein, ihre Sorgen und Forderungen mit uns zusammen kund zu tun.

Auf dem Lindenhof endet die Demo schliesslich nach einigen Reden.

Initiative «Boden für kommende Generationen» im Bülacher Parlament

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Am kommenden Montag, 8. Februar behandelt das Bülacher Parlament die Initiative «Boden für kommende Generationen». Die kommunale Volksinitiative verlangt, dass die Stadt Bülach ihrem Boden Sorge trägt und Grundstücke nicht mehr verkauft. 

Boden ist ein unvermehrbares und daher besonders kostbares Gut; Bauland, das Tafelsilber jeder Gemeinde. Land zu erwerben ist kostspielig und wird in Zukunft noch teurer. Denn heute ist es kaum mehr möglich, neue Baugebiete einzuzonen. Wir müssen also mit dem bestehenden Bauland auskommen. Gerade in Krisenzeiten wird gerne auf Landreserven zurückgegriffen, um die ausserordentlichen Kosten zu decken.

Eine Gemeinde benötigt genügend Landreserven für ihre Entwicklung und Gestaltung. Bülach braucht eine nachhaltige, langfristige Bodenpolitik. Nur als Bodenbesitzerin kann die Gemeinde den städtischen Lebensraum aktiv mitgestalten. Auch den kommenden Generationen bleibt es so möglich, ihr Bülach zu gestalten.

Der Stadtrat lehnt die Initiative ab und verzichtet auf einen Gegenvorschlag. Er befürchtet, dass seine Kompetenzen stark eingeengt werden. Aus Sicht des Initiativkomitees hat der Stadtrat einige Punkte der Initiative nicht korrekt interpretiert. Innerhalb seiner Kompetenzen (also bis zu 1 Mio. CHF) kann der Stadtrat weiterhin Land für Projekte im öffentlichen Interesse, für Erschliessungsverbesserungen oder an Bund, Kantone und Zweckverbände verkaufen.

Über diese Betragsgrenze hinaus können Landverkäufe nur getätigt werden, wenn 2/3 des Parlaments zustimmen. Das qualifizierte Mehr soll sicherstellen, dass nur noch Landverkäufe zu Stande kommen, die weit über die einzelnen politischen Lager hinaus getragen werden. Der Tausch von Land oder Liegenschaften ist in der Initiative vorgesehen. Immer wenn ein Stück Land veräussert werden soll, können bis zu fünf Jahre davor gekaufte Grundstücke als Kompensation angerechnet werden. Natürlich können so zwei Grundstücke auch gleichzeitig gehandelt werden.

Die Kommission Bau und Infrastruktur und die Rechnungsprüfungskommission des Stadtparlaments haben sich bereits mit der Initiative auseinandergesetzt. Nun ist das Parlament an der Reihe: Das Initiativkomitee freut sich auf eine angeregte Debatte. Die Volksabstimmung ist voraussichtlich für September zu erwarten. Informationen über die Initiative sind unter www.bodeninitative-buelach.ch zu finden. UnterstützerInnen sind herzlich willkommen.

Die Parlamentssitzung wird am 8. Februar in der Stadthalle durchgeführt. BesucherInnen sind gebeten, sich vorgängig per Telefon 044 863 11 38 oder E-Mail an nathalie.zollinger@buelach.ch anzumelden.

Bericht im Zürcher Unterländer

Grüner regt Veränderung der Personalverordnung zu Homeoffice und Desksharing an

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Luís Calvo  wird im Namen der RPK an der nächsten Parlamentssitzung eine Motion zur Anpassung der Personalverordnung einreichen. Er will, dass Homeoffice und Desksharing darin geregelt werden. Damit würde sich das neue Verwaltungsgebäude effizienter nutzen lassen und sicherlich auch die Motivation der Mitarbeiter erhöhen.

Mängel bei der Sanierung der Embracher Jagdschiessanlage

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In der Jagdschiessanlage wird während der Sanierung weitergeschossen. Vom Blei in den den Geschossen geht eine grosse Gefahr für die Bevölkerung aus, wenn das Wasser der Töss damit kontaminiert wird.

Deshalb hat unser Kantonsrat David Galeuchet zusammen mit Wilma Willi Kantonsrätin aus Stadel eine Anfrage zu den Sanierungsarbeiten gestellt.

Bericht im Zürcher Unterländer
Anfrage
 

Kein Schweizer Geld für die Kriege dieser Welt

Schweizer Geld finanziert die Kriege dieser Welt. Allein im Jahr 2018 investierten Schweizer Finanzinstitute wie die Nationalbank, die Credit Suisse und die UBS mindestens neun Milliarden US-Dollar in Atomwaffenproduzenten – pro Schweizer Einwohnerin und Einwohner macht das 1’044 USD.

Wir wollen nicht, dass unsere Pensionskassengelder in Waffenproduzenten investiert werden. Deshalb sagen wir JA zu Kreigsgeschäfte Initiative der Jungen Grünen! 

Die Initative verlangt, dass die Schweizerischen Nationalbank, Stiftungen sowie Einrichtungen der staatlichen und beruflichen Vorsorge die Finanzierung von Kriegsmaterialproduzenten untersagt wird.
mehr zur Initative

SRF Rendez-vous
Abstimmungskontrovesse: Kriegsgeschäftsinitiative mit Marionna Schlatter und Maja Riniker

Das digitales Podium

Romaine Rogenmoser und David Galeuchet debattieren zu den aktuellen kantonalen und kommunalen Abstimmungen. 

Zusatzleistungsgesetz, Strassengesetz, Stadtblatt, Auflösung der Schulgemeinde

 

zum Video

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NEIN zur Auflösung der Sekundarschulegemeinde

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Unter dem Etikettenschwindel „Bildung aus einer Hand“ soll die Sekundarschulgemeinde, zu der auch Bachenbülach, Hochfelden, Höri und Winkel gehören, aufgelöst werden. Aktuell sind 52% der SekundarschülerInnen aus Bülach. Die restlichen 48% verteilen sich auf die anderen Gemeinden. Ein „JA“ an der Urne zwingt die Gemeinden zur Suche nach neuen Lösungen. Eine gut funktionierende Sekundarschulbehörde wird gelähmt und vom dringendsten Problem, der Suche nach neuem Schulraum, abgehalten.

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JA zum Stadtblatt

Die Stadt Bülach will das Stadtblatt mit einer jährlichen, befristeten Anschubfinanzierung für die Jahre 2020 bis 2023 unterstützen. Der Gemeinderat hat dieser im Dezember 2019 zugestimmt. Das Stadtblatt informiert die Bülacher Bevölkerung über lokale politische und kulturelle Neuigkeiten und gibt Vereinen und Parteien eine wichtige Plattform, die rege genutzt wurde. Ohne diese Unterstützung wird das Stadtblatt definitiv verschwinden.

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Abschlussrede von Gemeinderatspräsidentin Claudia Forni

Claudia Forni  war wegen des Lockdown einen guten Monat länger als vorgesehen Gemeinderatspräsidentin. Die Grünen Bülach Danken Ihr für diesen groosen Einsatz, welchen Sie für Bülach und natürlich auch für die Partei in ihrem Amtsjahr als höchste Bülacherin geleistet hat!

Sie hoffte, dass man aus der jüngsten Zeit Lehren ziehe. So zum Beispiel, dass einen Krisen umso härter träfen, je schlechter manvorbereitet sei. «Vor einer vorhersehbaren schweren Krise die Augen zu verschliessen, wäre schlicht dumm», sagte Forni in ihrer letzten Rede als Präsidentin. Als Beispiel nannte sie den Klimawandel: «Um die Folgen etwas zu mildern, müssen wir jetzt Massnahmen ergreifen, auch hier in Bülach.» 

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Flüchtlingskrise

 

In Bülach hat sich das Komitee "Bülach unterstützt Geflüchtete" gebildet. Auslöser ist die Situation der Geflüchteten, aktuell besonders die Zustände im syrisch-türkischen und im türkisch-greichischen Grenzraum. Aktuell harren auf der Insel Lesbos in Griechenland 20'000 Geflüchtete ohne Zugang zu Hygiene oder Medizin aus - wenn sich dort der Corona-Virus ausbreitet, droht eine humanitäre Katastrophe.  Das Komitee möchte möglichst viele Unterschriften sammeln. Damit soll erreicht werden, dass die Stadt Bülach einen namhaften Beitrag an die Flüchtlingshilfe spendet und 20 besonders verletzliche Personen aufnimmt. Von der Schweiz wird erwartet, dass 8'000 Personen aufgenommen werden.

#LeaveNoOneBehind

Jetzt die Corona-Katastrophe verhindern - auch an den Aussengrenzen! - Jetzt unterschreiben: http://chng.it/QKtPyX8Q
 

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Die Grünen Bülach feiern ihren 40sten. Geburtstag

 

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40 Jahre Grüne Bülach! Ein rauschendes Fest mit dem Filmer Fredi M. Murer und seinem Film "Der grüne Berg", einem tollen Vortrag über die Umweltbewegung und einem spannenden Podiumsgespräch. Die Grünen machen weiter und setzen sich auch in den nächsten 40 Jahren für die Natur, Frauenrechte und Sozialegerechtigkeit ein.

Am 19. Januar 1980 wurden die Grünen Bülach gegründet. Das wurde am Wochenende an zwei Anlässen gefeiert. Damit waren die Grünen Bülach eine der ersten Grünen Parteien in der Deutschschweiz.

Am Samstag wurde die Bülacher Bevölkerung ins Kino eingeladen. Der Film „Der grüne Berg“ von Fredi Murer ist auch 30 Jahre nach seiner Erstausstrahlung hochaktuell für unsere Region. Der Film ist die erste Dokumentation zur Auseinandersetzung mit den atomaren Tiefenlagern in der Schweiz. 80 Personen haben den Film und die Ausführungen des Regisseurs im Kino ABC verfolgt. Am Sonntag feierten Freundinnen und Freunde der Grünen Bülach im Sigristenkeller.
Nach Grussworten der Kantonalen Parteipräsidentin und Nationalrätin Marionna Schlatter und der Fraktionspräsidentin der Grünen im Kantonsrat Esther Guyer wurde ein Blick auf Filmdokumente aus der Umweltbewegung in der Schweiz gezeigt. Stefan Länzlinger, Archivar des Schweizerischen Sozialarchivs und Thomas Schärer, Filmhistoriker und Dozent ZHdK haben eindrückliches Material gesammelt, welches Sie in einem E-Book veröffentlichen wollen. Die Präsentation hat aufgezeigt, dass wir aus der Geschichte viel lernen können und es sehr wichtig ist, dass wir uns auch daran erinnern. Viel konnte aufgrund der Arbeit der Grünen im Umweltschutz erreicht werden. So waren Badeverbote an Flüssen und Seen aufgrund der schlechten Wasserqualität ab den 60er Jahren üblich. Wer könnte sich das heute noch vorstellen? 

Der Bülacher Gemeinderat und Vertreter in der Regionalkonferenz Luís Calvo leitete anschliessend das Podium mit Marionna Schlatter, dem Regierungsrat Martin Neukom und dem Geologen Marcos Buser. Die Podiumsteilnehmer waren sich einig, dass der Atommüll in der Schweiz und jederzeit rückholbar am sichersten Ort gelagert werden soll.
Beim feinen Mittagessen wurde ausgiebig diskutiert und Pläne für die nächsten 40 Jahre geschmiedet.

weitere Bilder von den Anlässen
 

 

40 Jahre Grüne Bülach - Gratiskino für die Bevölkerung

der_gruene_berg.pngAm 18. Januar 2020 um 20.00h ist die Bevölkerung ins Kino ABC in Bülach eingeladen.
Wir zeigen den Film „Der grüne Berg“ von Fredi M. Murer und wollen uns an die Menschen vor 40 Jahren erinnern, die als erste sich mit dem Thema der atomaren Abfälle auseinandergesetzt haben. Der Regisseur hat seinen Film den Kinder und Kindeskindern gewidmet. Sein Film ist das erste Dokument zur Auseinandersetzung mit den atomaren Tiefenlagern in der Schweiz.
Wir freuen uns der ganzen Bevölkerung dieses wichtige Zeitdokument zeigen zu können.
Der Regisseur Fredi Murer wird anwesend sein.

Der Eintritt ist gratis und ein Geburtstagsgeschenk der Grünen Bülach. 
Alle sind willkommen! Keine Anmeldung nötig.

Bodeninitiative frühzeitig eingereicht

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Die erforderlichen Unterschriften für die Bülacher Volksinitiative «Boden für die kommenden Generationen» sind bereits gesammelt. Nach weniger als drei Monaten konnten die Initianten dem Stadtpräsidenten mehr als 400 Unterschriften übergeben. Das Anliegen der Initiative ist bei der Bevölkerung auf grosse Zustimmung gestossen.

Damit eine Volksinitiative zustande kommt, werden in Bülach 300 Unterschriften benötigt. Die Initianten konnten dem Stadtpräsidenten Mark Eberli über 400 Unterschriften übergeben. Erst Ende Februar wäre die Frist für die Einreichung abgelaufen. Damit haben es die Initianten in weniger als der Hälfte der Zeit geschafft und können erfreut feststellen, dass das Anliegen bei der Bevölkerung auf grosse Zustimmung stösst.

Die Initianten wollen, dass Grundstücke, die der Stadt Bülach gehören, im Besitz der Stadt bleiben. Auch Land, das heute nicht unmittelbar für städtische Aufgaben verwendet wird, kann morgen unentbehrlich sein zum Beispiel für Schulen, Freizeitanlagen, für Infrastrukturprojekte oder für Bedürfnisse, von denen wir bisher noch nichts wissen. Gemeinden, die bisher eine aktive Bodenpolitik betrieben haben, sind auch bei der Standortförderung im Vorteil. Mehr Gestaltungsspielraum und eine starke Verhandlungsposition für das Bülach von morgen: Das ist das Ziel der Initiative «Boden für die kommenden Generationen» 

Boden ist ein unvermehrbares und daher besonders kostbares Gut; Bauland, das Tafelsilber jeder Gemeinde. Land zu erwerben, ist kostspielig und wird in Zukunft noch teurer. Denn Einzonungen sind heute kaum mehr möglich. Wir müssen also mit dem bestehenden Bauland auskommen. Eine Gemeinde benötigt genügend Landreserven für ihre Entwicklung und Gestaltung. 

Deshalb soll die Stadt ihre Grundstücke nicht verkaufen, sondern bei Bedarf Dritten zum Gebrauch überlassen, zum Beispiel im Baurecht. Dieses hat den Vorteil, langfristig höhere Erträge (Baurechts- oder Mietzinsen) als bei einem Landverkauf einzubringen. Dennoch kann das Grundstück bebaut werden. Nach Ablauf der Baurechtsverträge können künftige Generationen wieder neu über die Verwendung des stadteigenen Bodens entscheiden und damit die Stadt in ihrem Sinne weiterentwickeln. Der Wert des Bodens bleibt damit auch für unsere Nachkommen erhalten.

Bülach braucht eine nachhaltige, langfristige Bodenpolitik. Als Bodenbesitzerin kann die Gemeinde den städtischen Lebensraum aktiv mitgestalten. 

Der Stadtrat hat nun sechs Monate Zeit, um zu prüfen, ob die Initiative gültig ist und ob er einen Gegenvorschlag zur Initiative ausarbeiten will. Spätestens im April 2022 kommt es zur Volksabstimmung.

Ersatzwahl in die Bülacher Primarschulpflege

Leider hat es Dominik Zehnder, unserem Kandidaten, überraschenderweise im zweiten Wahlgang nicht in die Primarschschulpflege gereicht. Trotz seinem ausgezeichneten Resultat im ersten Wahlgang, wurde er im zweiten Wahlgang von Silvana Schläpfer überholt. Das bürgerliche Bündnis hat funktioniert und verhindert, dass Dominik Zehnder seinen grossen Erfahrungsschatz für die Aufgabe in der Schulpflege einbringen kann. Die Grünen gratulieren Frau Schläpfer zur Wahl in die Primarschulpflege und wünschen ihr viel Erfolg bei ihrer neuen Aufgabe. 

Ein grosser Dank geht auch an Dominik Zehnder, welcher einen starken Wahlkampf geführt hat. Wir danken Ihm für den grossen Einsatz.

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Volksinitiative "Boden für die kommenden Generationen"

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Miteinander lancieren Grüne, EVP und SP Bülach eine Volksinitiative. Sie wollen damit erreichen, dass die Stadt Bülach ihrem Boden Sorge trägt und Grundstücke nicht mehr verkauft. Gefordert wird eine nachhaltige und langfristige Bodenpolitik.

Die Grundstücke der Stadt Bülach gehören den Bülacherinnen und Bülachern: Das soll auch so bleiben! Auch Land, das heute nicht unmittelbar für städtische Aufgaben verwendet wird, kann morgen unentbehrlich sein zum Beispiel für Schulen, Freizeitanlagen, Infrastrukturprojekte oder Bedürfnisse, von denen wir bisher noch nichts wissen. Gemeinden, die bisher eine aktive Bodenpolitik betrieben haben, sind auch bei der Standortförderung im Vorteil. Mehr Gestaltungsspielraum und eine starke Verhandlungsposition für das Bülach von morgen: Das ist das Ziel der Initiative «Boden für die kommenden Generationen».

Boden ist ein unvermehrbares und daher besonders kostbares Gut; Bauland, das Tafelsilber jeder Gemeinde. Land zu erwerben, ist kostspielig und wird in Zukunft noch teurer. Denn Einzonungen sind heute kaum mehr möglich. Wir müssen also mit dem bestehenden Bauland auskommen. Eine Gemeinde benötigt genügend Landreserven für ihre Entwicklung und Gestaltung.

Bülach braucht eine nachhaltige, langfristige Bodenpolitik. Als Bodenbesitzerin kann die Gemeinde den städtischen Lebensraum aktiv mitgestalten.

Deshalb soll die Stadt ihre Grundstücke nicht verkaufen, sondern bei Bedarf Dritten zum Gebrauch überlassen. Das Baurecht hat den Vorteil, langfristig höhere Erträge (Baurechts- oder Mietzinsen) als bei einem Landverkauf einzubringen. Dennoch kann das Grundstück bebaut werden. Nach Ablauf der Baurechtsverträge können künftige Generationen wieder neu über die Verwendung des stadteigenen Bodens entscheiden und damit die Stadt in ihrem Sinne weiterentwickeln. Der Wert des Bodens bleibt damit auch für unsere Nachkommen erhalten.

Bestrebungen, eigenen Boden zu verkaufen, um den Haushalt ausgeglichen zu gestalten, gab es in Bülach immer wieder. Damit soll nun Schluss sein! Die Initiative orientiert sich an ähnlichen, erfolgreichen Vorstössen in Basel, Luzern und Winterthur. Die Parteien lancieren die Initiative gemeinsam. Mit dieser breiten Abstützung sind sie zuversichtlich, eine Mehrheit für dieses wichtige Anliegen zu gewinnen.

283 Unterschriften konnten die Parteien miteinander schon sammeln. 300 werden gebraucht. Da fehlen nicht mehr viele! Wir sind aber trotzdem froh, um jede Unterschrift welche uns gesendet wird.

Initiativ Bogen
Argumentarium
Erklärung zum Initiativtext

Herkules Aufgabe-Entsorgung der atomaren Abfälle

img_1821.jpeg«Atomendlager Ja oder Nein», dazu haben wir die beiden Geologen Marcos Buser, Kritiker der offiziellen Strategie und Maurus Alig, Geschäftsleitungsmitglied der NAGRA zusammen mit Gabriela Winkler, Vizepräsidentin der Regionalkonferenz Nördlich Lägern sowie Luís Calvo Salgado, Mitgliede der Regionalkonferenz Nördlich Lägern und Fraktionspräsident der Grünen Bülach eingeladen. Gut 60 interessierte Gäste haben die von Nicole Marti, Redaktorin bei SRF, moderietre Podiumsdiskussion verfolgt. Die PodiumsteilnehmerInnen haben eine sachliche und faktenbasierte Diskussion geführt. Einig war man sich, dass der von der Schweizer Bevölkerung verursachte Atommüll auch in der Schweiz entsorgt werden muss und dass der Entscheid, wo dies geschehen soll, von wissenschaftlichen Kriterien geprägt werden muss. Die über mehrere 100'000 Jahre strahlenden Abfälle verursachen aber einen aufwändigen Prozess, der seit den 1970er Jahren dauert. Einzig Finnland hat es bisher geschafft, einen Standort für ein Atomendlager zu bezeichnen. Maurus Alig betonte, dass man heute in der Schweiz nicht mehr von einem Atomendlager sondern von einem Tiefenlager spricht, welches eine Rückholbarkeit des strahlenden Abfalls gewährleisten soll. Am sichersten der drei Standorte Nördlich Lägern, Zürcher Weinland und Bözberg soll nach dem aktuellen Zeitplan der NAGRA 2050 mit dem Bau des Lagers und ab 2060 mit der Entsorgung begonnen werden. Marcos Buser brachte ein, dass der Prozess verkehrt aufgegleist sei und man deutlich mehr über das Verhalten des Mülls und dem Gestein, in welches man diesen einlagert, wissen müsse. Deshalb solle man aktuell noch an einem Zwischenlager festhalten und weiterhin Freiraum zum Denken und Handeln geben. Luís Calvo gab zu bedenken, dass die in der Regionalkonferenz mitwirkenden deutschen Mitglieder und die deutsche Regierung andere Vorgehensweisen empfehlen würden und man diesen unbedingt auch Beachtung schenken sollte. Gabriela Winkler meint, dass es wichtig sei, den Prozess weiterhin sehr kritisch zu begleiten. Die Fragen und Reaktionen des Publikums waren sehr emotional, was zeigt, dass dieses fast unlösbare Problem die Leute stark beschäftigt.

Wir werden den Prozess weiterhin aktiv und sehr kritisch verfolgen. 

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Claudia Forni ist höchste Bülacherin

Claudia Forni bekundete in ihrer Antrittsrede Respekt vor der neuen Aufgabe: «Meine Vorgängerin Britta Müller hat die Latte hoch gesetzt.» Wenn sie sich etwas wünschen dürfte, wäre es ein Parlament im ursprünglichen Sinn des Wortes – also ein Ort, wo man miteinander spreche, sich austausche und vielleicht sogar einmal die eigene Meinung ändere.
Sie führte Suverän durch ihre erste Sitzung im Gemeinderat und konnte mit einen Stichentscheid ein Postulat zur Ausrufung des Klimanotstands an den Stadtrat überweisen.

Die Grünen Bülach gratulieren Ihr herzlich zur sehr guten Wahl und wünschen ihr ein spannendes und erfolgreiches Jahr.

Postulat Jugendparlament

Damaris Hohler hat ihr Postulat zur Prüfung der Einführung eines Jugendparlaments eingereicht. Der Stadtrat hat das Postulat entgegen genommen. Eine Antwort und allfällige Anträg vom Stadtrat müssen innerhalb von sechs Monaten erfolgen.

Wie diverse politikwissenschaftliche Studien belegen, haben viele Gemeinden zunehmend Mühe, genügend politisches Personal zu finden. Besonders an jungen Leuten mangelt es – wie wir es ja auch in unserem Parlament oder den Parteien beobachten können. Doch nicht nur vom passiven, sondern auch vom aktiven Wahlrecht scheinen junge Leute wenig Gebrauch zu machen. So betrug die Wahlbeteiligung der 18- bis 29-Jährigen bei den letztjährigen Bülacher Wahlen lediglich 14.8 % - ein sehr tiefer Wert! Umso wichtiger erscheint es  darum, dass Jugendliche stärker in die Politik eingebunden werden, gerade auch in die Lokalpolitik, und ihre Freude an politischer Partizipation geweckt wird. Schliesslich politisieren wir für die Zukunft und gerade die Jungen sollen die Möglichkeit haben, ihre Visionen und Ideen einzubringen.

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Schwimmbadstrasse ohne Bäume? Ungenügend Velo-Abstellplätze?

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120 Personen machen sich für fünf Bäume stark

An der Schwimmbadstrasse stehen fünf mächtige Platanen. Weil die Bäume offenbar in die Jahre gekommen sind und ihre Wurzeln den Asphalt beschädigen, sollen sie nun gefällt werden. Und zwar ersatzlos. Denn zugepflasterte Flächen kosten wenig Geld für Erstellung und Unterhalt. Der Preis ist ein anderer: eine immer ärmere Umwelt und sinkende Lebensqualität.

Rund um die Badi gibt es eine ganze Reihe von Parkplätzen für Autos, aber offiziell keine Velo-Abstellplätze. Im Sommer werden einfach ein paar Autoparkplätze zu diesem Zweck genutzt. Der eh schon zu knappe Platz für die Velos könnte theoretisch jederzeit gestrichen werden. Auch im Rahmen der Sanierung ist keine bessere Lösung vorgesehen.

Die Stadt Bülach unterbreitet das Projekt nun der Bevölkerung zur Stellungnahme. Unser Aufruf hat 120 Personen zu einer Einwendung bewegt. Eine regelrechte Flut für die Verwaltung, welche nun einen Bericht zuhanden des Stadtrats erstellen wird.

Bericht im Zürcher Unterländer

Wo bleibt die Kultur, wenn bei Guss39 die Lichter ausgehen?

Besorgniserregender Umgang mit der Wahrheit

In den Warnfarben Gelb und Schwarz schreibt die SVP auf ihrem Flugblatt gegen das Asylzentrum in Bülach: «Besorgniserregende Entwicklung: Anzahl der Einsätze von Sicherheitsdiensten wegen Gewalttaten in Asylzentren verdoppelte sich.» Als Quelle wird in einer Fussnote eine «Statistik des Staatssekretariats für Migration» angegeben. Damit soll der Schreckensmeldung Glaubwürdigkeit verliehen werden.

Wir wollten wissen, wie es sich damit wirklich verhält, und haben beim Staatssekretariat für Migration (SEM) nachgefragt, ob es tatsächlich eine Statistik gibt, die diese Aussage unterlegt, was damit genau erfasst wurde und für welche Zeiträume. Dort freute man sich über die Gelegenheit zur Klarstellung.

Hier die Antwort: «Ja, die Zahl der Deeskalationen hat vom Jahr 2015 auf das Jahr 2016 zugenommen. Dies ist den internen Controlling-Berichten des SEM zu entnehmen, über die einige Medien vor ein paar Wochen berichtet haben. Ich gehe davon aus, dass das Flugblatt sich auf diese Medienberichte bezieht.

Der Grund dafür ist aber ein anderer, als das man auf den ersten Blick vielleicht vermuten könnte. Denn unter einer Deeskalation ist auch jeder schlichtende Einsatz des internen Sicherheitspersonals zu verstehen. Das sind zum allergrössten Teil Bagatellen, die aber formal korrekt im Protokoll festgehalten und dann entsprechend als ‹Deeskalation› im Controlling-Bericht erfasst werden müssen. Ein Beispiel: Zwei Gesuchsteller unterhalten sich nach der Nachtruhe noch im Gang. Das Sicherheitspersonal ermahnt die beiden Gesuchsteller zur Ruhe. Und schon muss eine ‹Deeskalation› im Protokoll erfasst werden. Zu schreiben, dass sich die ‹Gewalttaten verdoppelt› hätten ist schlicht falsch.»

Was tatsächlich Besorgnis erregt, ist der unbefangene Umgang gewisser politscher Akteure mit den Fakten. 

Grüne Bülach, SP Bülach