Energie und Ressourcen

Ziele

Die Energieversorgung des Kantons Zürich basiert bis 2050 vollständig auf erneuerbaren Energien. Bis 2030 erfolgt der Ausstieg aus der risikoreichen und defizitären Atomenergie, bis 2050 ist der Verbrauch von klimazerstörender fossiler Energie auf Null reduziert. Erdöl-Heizungen und Verbrennungsmotoren sind ersetzt, Velo und ÖV erbringen den wesentlichen Verkehrsanteil. Die Wirtschaft ist vollständig ökologisiert, basiert auf erneuerbaren Ressourcen und vollständigem Recycling von allen nicht­erneuerbaren Stoffen. Der ökologische Fussabdruck des Kantons geht gegen eins.

Nächste Schritte

  • Abschalten der AKW Beznau I und II 
  • massiver Ausbau der dezentralen erneuerbaren Energieproduktion (Solarstrom, Geothermie, Biogas, Wind)
  • Null-Energie Standards für Neubauten
  • Ersatz von sämtlichen Öl-Heizungen durch nicht-fossile Wärmeanlagen
  • gezielte Förderung von energetischen Sanierungen bei Altbauten
  • Anstieg des ÖV-Anteils bis 2030 auf über 40 % des Gesamtverkehrs (heute 30 %)
  • wirksame Anreize für Fahrzeuge mit niedrigem Treibstoff-Verbrauch
  • Förderung von autoarmen und autofreien Städten und Siedlungen
  • Verkürzung der Transportwege durch Förderung von regionaler Produktion
  • Stärkung von Forschung und Innovation im Bereich Grüne Wirtschaft
  • Förderung von ressourcen-sparsamen, langlebigen Produkten
  • konsequentes Recycling, auch von Plastik
  • Vorschriften für ein nachhaltiges öffentliches Beschaffungswesen
  • Abzug von allen klimaschädlichen Finanzanlagen (Kantonalbank, BVK)

Grünes Engagement

Beharrlich erinnern wir Grünen daran, dass Wunsch und Wirklichkeit bei der Energiewende im Kanton Zürich weit auseinanderklaffen. Mit den Lippenbekenntnissen und der Laissez-faire-Haltung der Regierung stagniert die Energiepolitik beim Verkehr und im Gebäudebereich. Wir fordern Etappenziele und griffige Massnahmen. Dank uns sind Solar- und Photovoltaik-Anlagen auf Kantonsgebäuden Standard geworden. Wir fordern eine vollständige Deklarationspflicht der Stromherkunft («Dreckstrom») und ein Verbot von «Fracking» zur Förderung fossiler Brennstoffe. Das Null-Energie-Haus ist längst möglich und muss zum Standard werden. Mit gezielter Raumplanung soll der Autoverkehr zurückgehen. Die steuerliche Verbilligung der Fliegerei muss aufhören, es braucht die Kerosinsteuer.

Grüne Forderungen

  • Halbierung des Energieverbrauchs bis 2035 durch Effizienz und Suffizienz
  • vollständiger Ersatz des gefährlichen Atomstroms durch Photovoltaik und Wind, Biomasse und Wärme-Kraftkopplung
  • Nullemission im Gebäudebereich und im Verkehr bis 2050
  • starke Zunahme des Verkehrsanteils von ÖV, Velo und Fussverkehr, Reduktion des Anteils des Autos und der Flugbewegungen
  • Zürich als international wichtiger Standort für Grüne Technologie
  • Rückgang der Rohstoff-Importe dank konsequentem Recycling
  • ressourcenschonende und langlebige Produkte werden zum Standard

 

Bild: boing / photocase.de