Ein guter Schritt, aber nicht gross genug

Di 26.11.19

Medienmitteilung der Grünen Kanton Zürich
zum Gegenvorschlag zur kantonalen « Naturinitiative »

Mit dem Gegenvorschlag zur « Naturinitiative » zeigt die neue Zürcher Regierung ihre Bereitschaft, gegen den drohenden Artenverlust im Kanton Zürich vorzugehen. Doch die finanziellen Mittel, die sie dafür vorschlägt, reichen noch nicht aus, um das Artensterben zu stoppen. Es braucht mehr.

55 Millionen Franken jährlich verlangt die « Naturinitiative »  für den Erhalt der vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten im Kanton Zürich. Diese Zahl ist nicht aus der Luft gegriffen, sondern stammt aus dem Naturschutz-Gesamtkonzept, das die Zürcher Regierung 2015 selbst verabschiedet hatte (s. dort S. 52). Die GRÜNEN begrüssen es zwar, dass die Regierung vorwärts machen will und im Gegenvorschlag zur  « Naturinitiative »  die bisherigen Einlagen in den kantonalen Natur- und Heimatschutzfonds verdoppeln möchte. Doch auch mit den vorgeschlagenen Mindesteinlagen von 40 Millionen Franken lässt sich das Naturschutz-Gesamtkonzept des Kantons weiterhin nur ungenügend umsetzen. Dass die Regierung weiterhin hinter ihren selbstformulierten Zielen zurückbleibt, ist für die GRÜNEN nicht nachvollziehbar. Die GRÜNEN werden sich dafür einsetzen, dass die Einlagen in den Natur- und Heimatschutzfonds im Rahmen des Gegenvorschlags erhöht werden.

Unzureichende ökologische Infrastruktur

Seit 1990 nimmt die Artenvielfalt im Kanton Zürich dramatisch ab. Besonders betroffen sind Insekten und Vögel, aber auch grössere Landtiere und Fische, deren Bestände bis zu 80% eingebrochen sind. So wie die Menschen eine funktionierende Lebensumgebung brauchen, sind auch einheimische Tiere und Pflanzen auf eine ausreichende und hochwertige ökologische Infrastruktur angewiesen. Diese ist im Kanton Zürich nicht mehr gegeben. Besonders dringend ist die Renaturierung unserer Gewässer, die Moorpflege, der Erhalt der Trockenwiesen und die weitere Schaffung von lichten Wäldern. Zur Rettung unserer Tiere und Pflanzen bedarf es noch einiges mehr an Entschiedenheit von Seiten der Regierung.