BAK Basel Economics Steuerbelastungsmonitor 2008 für den Kanton Zürich Steuern: Kanton Zürich weiterhin im grünen Bereich

Fr 30.01.09

Das heute veröffentlichte BAK-Steuermonitoring zeigt wie schon im letzten Jahr, dass sich der Kanton Zürich nach wie vor im vordersten Drittel der Schweiz befindet - als grösster Kanton mit besten Leistungsangeboten notabene. Das gilt selbst für die Gruppe hoher Einkommen von 1 Mio. Franken, wenn auf die jeweils steuergünstigste Gemeinde abgestellt wird.

Kanton Zürich: keine Millionärshölle
Und nur das zählt, wie BAK selbst schreibt: "Einzelne Ansiedlungswillige sehen sich bei Ihrer Entscheidung nicht einem Kantonsdurchschnitt gegenüber, sondern der ganz konkreten Steuerbelastung in einer Gemeinde." Aus dem Steuermonitoring lässt sich jedenfalls nicht ableiten, der Kanton Zürich sei eine Millionärshölle. Im Gegenteil: Zürich ist selbst für oberste Einkommen konkurrenzfähig. Doch stellt das Monitoring mit dem Fokus auf den Medianwert die Zürcher Position verzerrt dar und betreibt Schwarzmalerei.

Steuerstrategie gefährdert mittelstandsfreundliche Besteuerung
Auch im Licht der neusten Zahlen gilt für die laufende Steuergesetzrevision: weg damit. Dafür gibt es drei Gründe: Erstens wird die Wirkung von Steuerwettbewerb grundsätzlich überschätzt und dient primär als Fetisch bürgerlicher Leistungsabbauer. Zweitens ist der Kanton in der Schweizer Steuerlandschaft gut positioniert. Und drittens setzt die sog. "Steuerstrategie" den entscheidenden steuerlichen Wettbewerbsvorteil aufs Spiel: die heutige mittelstandsfreundliche Besteuerung im Kanton. Denn der Mittelstand würde zum Nettozahler der angepeilten Steuergeschenke an die Superreichen.


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