Aus der Krise mit dem ökologischen Umbau der Wirtschaft

Mi 06.05.09

Partei-Co-Präsident Philipp Maurer stellte fest, dass es in diesem Bereich der Krise und des ökologischen Umbaus nicht nur Herausforderungen, sondern auch Chancen und Wachstumsmöglichkeiten gebe. Konkrete Massnahmen für den Kanton Zürich sieht Maurer in konkreter Standortförderung, in vorausschauenden Vorgaben für die ZKB und die BVK, in einem Ausbau des sozial-ökologischen Investitionsprogramms, in mehr Investitionen in die Bildung und nicht zuletzt in einer vernünftigen Steuerpolitik ohne Steuergeschenke.

Der Green New Deal
Für Nationalrat Bastien Girod ist die Antwort auf die Multikrise, in der wir uns derzeit befinden, der Green New Deal, der die Regulierung des Finanzsektors, ein grünes Konjunkturpaket und den sozialen Ausgleich umfasst. Für den Kanton Zürich heisst das konkret: Umgestaltung des Flughafens Dübendorf zum Nachhaltigkeits-Hub, besseres Strassenmanagement statt Strassenbau, sinnvolle Gebäudevorschriften und Förderung von Passiv-Häusern, vermehrte Nutzung von Geothermie, Photothermie und Holzenergie, verbesserte Kommunikationstechnologien und höchste Lebensqualität im Kanton, um qualifizierte ArbeitnehmerInnen anzuziehen.

Strategien zur Krisenbewältigung
Für einen klugen Umgang mit der Krise brauche es einen kühlen Kopf sowie klare Strategien und Konzepte, betonte Ralf Margreiter, Kantonsrat und Mitglied der WAK. Diese Strategien müssen zu konkreten Massnahmen in Energie- , Bildungs- und Standortpolitik führen:

- Verdoppelung der Fördergelder nach dem Energiegesetz und Investitionen in den kantonalen Liegenschaftspark. Investitionen in die Energieeffizienz bei Gebäuden senken die Betriebskosten und schonen die Umwelt nachhaltig.

- Das Recht auf kostenlose berufliche Standortbestimmung, ein deutlich grösseres Weiterbildungs-Angebot, ein Anreizsystem für die Weiterbildungsnachfrage und die Förderung Geringqualifizierter sollen die Grundlage für einen innovativen und umsetzungsstarken Wirtschaftsraum Zürich bilden.

- Die Förderung des Wirtschaftsstandorts des Kantons Zürich und des GZA und deren Vermarktung gegen aussen müssen mit klaren Strategien auf Green Economy ausgerichtet werden. Dazu gehört auch die Neupositionierung des Finanzplatzes Zürich.

KMU als Rückgrat unserer Gesellschaft
Der Initiant der «Grünen UnternehmerInnen», Andreas Kyriacou legte seinen Fokus auf die Förderung derjenigen Branchen, die den Umbau zu einem von Nachhaltigkeit geprägten Wirtschaftsstandort begünstigen, z.B. die Umwelt- und die Kreativwirtschaft. Die Umweltwirtschaft hat in den letzten Jahren massiv an volkswirtschaftlicher Bedeutung gewonnen, die Rahmenbedingungen sind im Vergleich zum benachbarten Ausland allerdings wenig attraktiv und müssen dringend verbessert werden – es braucht ein funktionierendes Anreizsystem für Investitionen in erneuerbare Energien und ein erweitertes Angebot an regionalen Anlaufstellen für Nachhaltigkeitsberatung und ein ökologisch, wirtschaftlich und sozial nachhaltig ausgerichtetes Beschaffungswesen.

Sorge tragen muss der Kanton seinen KMU mit guten Rahmenbedingungen, KMU-Förderung ist nachhaltige Politik. Das gilt auch für die bisher gut positionierte Kreativwirtschaft, die auf geeignete Gebiete wie brachliegende ehemalige Industriegebiete angewiesen ist. Dafür ist u.a. eine koordinierte Raumplanung, welche auch die Entwicklung regionaler Zentren fördert, wichtig.

 
Rückfragen:

Philipp Maurer, Co-Präsident Grüne Kanton Zürich, 077 413 59 63

Bastien Girod, Nationalrat Grüne, 079 217 73 06

Ralf Margreiter, Kantonsrat Grüne, 078 889 58 00

Andreas Kyriacou, Geschäftsleitung Grüne, Initiant «Grüne UnternehmerInnen», 076 479 62 96

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