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Kilchberg ist Spitzenreiter bei den Inventarentlassungen

30. April 2020

Wertvolle Blutbuche an der Claridenstrasse (Objekt Nr. 157 im Bauminventar Kilchberg)

 

Auf einem privaten Grundstück in Kilchberg musste vor kurzem eine Blutbuche gefällt werden. Die Entlassung des Baumes aus dem kommunalen Inventar der Natur- und Landschaftsschutzobjekte wurde erst nachträglich publiziert. In Kilchberg werden kantonsweit mit Abstand am meisten Naturobjekte aus dem Inventar  entlassen. Dies zeigt eine Analyse der Grünen Kilchberg.


In fast jeder Gemeinde des Kantons existiert ein kommunales Inventar der Natur- und Landschaftsobjekte. Darin werden zum Beispiel Feuchtgebiete, Bäche,  Magerwiesen, Hecken, Obstgärten etc. aufgeführt. Das Inventar von Kilchberg aus dem Jahr 2009 "zeigt auf, welche Objekte erhaltenswert sind und wie sie  bewirtschaftet bzw. gepflegt werden müssen. Dort wo eine Erhaltung nicht möglich ist, will die Gemeinde Kilchberg für Ersatz sorgen."


Entlassungen aus den kommunalen Inventaren müssen im kantonalen Amtsblatt publiziert werden, denn es besteht eine Rekursmöglichkeit. Seit September 2018 wurden im Kanton Zürich total vierzehn solche Beschlüsse veröffentlicht. In Zell und Wetzikon wurden je ein Baum aus dem Inventar entlassen. In der Stadt Zürich war es eine Böschung. Die restlichen elf Publikationen stammen aus zwei Gemeinden des Bezirks Horgen, nämlich vier aus Rüschlikon und sieben aus Kilchberg.


In einer Medienmitteilung des Gemeinderates Kilchberg vom 13. August 2019 heisst es: „Hitzewellen und längere Trockenperioden scheinen dem Kilchberger Baumbestand generell zuzusetzen, wobei nicht alle Baumarten gleichermassen betroffen sind.“ Das lässt die Frage offen, warum die klimatischen Veränderungen den Bäumen in andern Gemeinden weniger zu schaffen machen.

 

Die Grünen Kilchberg und Rüschlikon werden die Inventarentlassungen von Naturobjekten weiterhin aufmerksam verfolgen - insbesondere was die  Ersatzmassnahmen und die in letzter Zeit häufigen sofortigen Fällungen aus Sicherheitsgründen betrifft. Die Gemeinde wird aufgefordert, mit einem Pflege- und  Parkkonzept für die Erhaltung dieser wertvollen Bäume zu sorgen.

 

Anhang: Liste der seit 2015 aus dem Inventar entlassenen Objekte in Kilchberg

 


Totalrevision der Gemeindeordnung

Die Grünen verlangen substanzielle Verbesserungen, 26. Februar 2020

 

Der vom Gemeinderat vorgestellte Entwurf der neuen Gemeindeordnung muss nach Ansicht der Grünen nachgebessert werden. In ihrer Stellungnahme unterbreiten sie zwölf Änderungsvorschläge.

 

Die meisten Anträge betreffen die verschiedenen Kommissionen. So soll die bewährte Werkkommission nicht abgeschafft und zusätzlich eine neue Energie-, Verkehrs- und Umweltkommission geschaffen werden. Für die Schulpflege wird das direkte Antragsrecht zuhanden der Gemeindeversammlung bzw. Urne verlangt. Zudem fordern die Grünen die Einführung einer Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission, statt der bisherigen RPK.

 

Bau- und Zonenordnung (BZO): Gemeindeversammlung oder Urne?

 

Anders als der Gemeinderat, möchten die Grünen die Kompetenz für den Erlass und die Änderung der Bau- und Zonenordnung (BZO), sowie der Gestaltungspläne weiterhin bei der Gemeindeversammlung belassen, weil nur dort Änderungen diskutiert und beschlossen werden können.

 

Einigungskonferenz

 

Für die Zukunft wünscht sich die Partei, jeweils früher in den Prozess miteinbezogen zu werden. Die Gemeindeordnung ist die wichtigste Regelung der  demokratischen Rechte. Eine solche Vorlage darf nicht allein vom Gemeinderat erarbeitet werden. Immer mehr Gemeinden überarbeiten ihre Gemeindeordnungen in einem partizipativen Prozess. Deshalb schlagen die Grünen vor, dass wenigstens für die Behandlung der eintreffenden Vernehmlassungsantworten, eine Einigungskonferenz mit den direkt Betroffenen stattfinden soll.

 

Lesen Sie hier im Detail über die vorgeschlagenen Änderungen den Grünen Kilchberg.

 

Medienmitteilung hier

 

Weitere Informationen:

Edith Häusler, Kantonsrätin und Präsidentin Grüne Kilchberg (079 483 74 63)