Aktuell

6. November 2020

Medienmitteilung Grüne Adliswil und Kilchberg 

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Teilrevision Regionaler Richtplan

Die Grünen Adliswil und Kilchberg wehren sich gegen die Umzonung des Gebietes im Lätten in eine Gewerbe- bzw. Mischzone.
Das Arbeitsplatzgebiet im Sood soll um 3.7 ha verkleinert, im Gebiet Lätten dafür insgesamt 13.4 ha eingezont werden. Das ergibt einen Zuwachs von 3.6 ha Arbeitsplatz- und 6.7 ha Mischgebiet. Es ist nicht zeitgemäss, ohne Not so eine grosse Grünfläche zu überbauen. Zumal im Gebiet Dietlimoos-Moos schon 2015  9.9 ha Land eingezont wurden. In der Sunnau sind 7.2 ha Land ebenfalls bereits eingezont (Wohnzone W3 und Wohnzone mit Gewerbe WG) und sollen in naher Zukunft überbaut werden.
Die Stadt Adliswil verfügt also auch innerhalb der bestehenden Bauzonen über genügend Entwicklungsraum.
2015 bezeichnete der Stadtrat das Gebiet Lätten noch als Reservezone, die einer zukünftigen Generation als Bauland dienen könne. Nach gerade einmal 5 Jahren will er davon nun nichts mehr wissen.

Eine der letzten grünen Reservezonen in der Region und die letzte in Adliswil zu überbauen fällt für uns nicht unter eine haushälterische Bodennutzung.
Der Lätten besteht zur Zeit aus landwirtschaftlich genutzten Flächen mit Hecken, Feuchtstandort und Gehölzgruppe und ist ein beliebtes Naherholungsgebiet. Er könnte bezüglich Biodiversität und landschaftlicher Qualität sogar problemlos noch aufgewertet werden.
Die Umwandlung dieses grünen Fleckens in eine Gewerbezone schadet der Biodiversität und zerstört einen wichtigen Vernetzungskorridor für Wildtiere.
Durch den massiven Verlust landwirtschaftlich genutzten Bodens ist zu befürchten, dass Bauernbetriebe, die diese Flächen bewirtschaften, in ihrer Existenz bedroht sind.

Durch das Projekt ist ein hohes Verkehrsaufkommen im Lätten vorprogrammiert, derweil der Sood von LKW-Verkehr wohl etwas entlastet, jedoch das Gesamtverkehrsaufkommen kaum abnehmen würde. Ein Gesamtverkehrskonzept fehlt in Adliswil.

Die Grünen Adliswil und Kilchberg haben deshalb gemeinsam mit mehreren Privatpersonen eine Einsprache gegen den teilrevidierten Regionalen Richtplan Zimmerberg und die Umzonung des Gebietes im Lätten eingereicht.

Es wäre zu wünschen, dass die Stadt die Bedenken der Bevölkerung ernst nimmt.


22. Oktober 2020

Mitgliederversammlung Grüne Adliswil

Die Ortsgruppe der Grünen Adliswil lädt Mitglieder und Sympathisanten zur ordentlichen Mitgliederversammlung 2020 ein.

Haus Brugg, Bahnhofplatz 5, 8134 Adliswil
Donnerstag,  22. Oktober 2020, 19:00 Uhr

► Einladung & Trakdandenliste (PDF, 139 KB)


9. Februar 2020

JA ZUR INITIATIVE  «Boden behalten – Adliswil nachhaltig gestalten»

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Adliswil, 9.1.2020 Podiumsdiskussion und Vortrag

Initiative Boden behalten – Adliswil nachhaltig gestalten

Land verkaufen oder im Baurecht abgeben -
was ist besser für Adliswil?

 

Podiumsdiskussion und Vortrag

 

am 9. Januar 2020 um 19:00 Uhr

 

Haus Brugg (Bahnhofplatz 5, 8134 Adliswil), Raum EG2 mit:

 

  • Gabriel Mäder, Kantonsrat, GLP
  • Davide Loss, Kantonsrat, SP

 

Moderation: Marianne Oswald (Grüne)

 

Jacqueline Badran, Nationalrätin, SP:
Vortrag zum Thema Baurecht

 

Anschliessend Apéro

 

Flyer der Bodeninitiative als PDF


Votum zur Initiative
«Land behalten – Adliswil nachhaltig gestalten»
in der Sitzung des Grossen Gemeinderates Adliswil vom 02.10.19

Basel-Stadt macht es, Emmen macht es, Winterthur und Rüschlikon machen es, und die Stadt Zürich macht es schon lange: Alle diese Gemeinden, und noch viele andere, verkaufen keines ihrer Grundstücke mehr.

 

Adliswil hingegen hat alleine zwischen 2005 und 2015 über 63'000 m² Land verkauft. Seit 2015 wurden mit dem Neugut nochmals 3500 m² veräussert, und wenn die Bevölkerung den Stadtrat nicht gestoppt hätte, wären auf dem Stadthausareal nochmals knapp 3500 m² verkauft worden. Viel eigenes Land hat Adliswil also nicht mehr, und wir finden, es reicht nun mit den Verkäufen.

 

Statt es zu verkaufen kann man Land, das gerade nicht gebraucht wird, im Baurecht abgeben. Warum sollte Adliswil nicht können, was andere Gemeinden auch schaffen? Schauen wir doch, dass wir jenes Land, das noch in unserem Besitz ist, auch behalten. Dabei muss es weder brachliegen, noch muss auf jeder stadteigenen Parzelle eine Genossenschaft bauen. Denn viele Investoren sind durchaus bereit, Land im Baurecht zu bebauen. Das kann für Investoren auch attraktiv sein. Es gibt Beispiele in der näheren Umgebung, wo dies gemacht wird bzw. gemacht worden ist, so beispielsweise in Meilen, Rüschlikon und an weiteren Orten.

 

Land im Baurecht abzugeben hat für die Stadt als Landbesitzerin viele Vorteile:

  • Erstens kann sie aktiv mitreden bei der Gestaltung einer Überbauung und zwar nicht nur beim Aushandeln des Vertrags, sondern auch danach noch. Wird das Land jedoch verkauft, ist es auch mit dem Mitbestimmungsrecht des vorherigen Besitzers vorbei.
  • Zweitens wird nicht einfach einmalig ein grosser Betrag in die Stadtkasse gespült, wie das bei einem Verkauf der Fall ist, sondern es kann jedes Jahr ein Betrag budgetiert werden.
  • Und last but not least können unsere Nachkommen beim Ablaufen des Baurechts wieder neu entscheiden, was mit dem betreffenden Stück Land passieren soll. Eigenes Land zu besitzen, um städtische Bauprojekte umsetzen zu können, wird wohl auch in 100 Jahren kein Nachteil sein für eine Stadt.

 

Land zu behalten ist also sowohl finanziell als auch städtebaulich und landpolitisch sinnvoll und nachhaltig.

 

Der Gegenvorschlag des Stadtrats ist aus unserer Sicht ungenügend. Die einzige Veränderung wäre, dass Verkäufe ab 3 Millionen Franken nicht mehr dem fakultativen, sondern dem obligatorischen Referendum unterstehen würden. Einen Strategiewechsel hingegen bedeutet das nicht. Eine Absichtserklärung, auf Verkäufe wenn möglich zu verzichten, sucht man vergeblich.

 

Wenn man die Erwägungen des Stadtrats liest oder dem Votum der Rechnungsprüfungskommission zuhört, könnte man meinen, die Initiative wolle den Kauf oder Tausch von Land oder die Abgabe im Baurecht verbieten. Anders kann ich mir nicht erklären, warum der Stadtrat meint, die Umsetzung der Initiative könnte der Stadtentwicklung hinderlich sein.

 

Ich muss es ganz klar sagen: Unsere Initiative ist nicht extrem oder radikal, der Stadtrat hätte genug Handlungsspielraum. Ein Verkauf von Grundstücken wäre unter bestimmten Voraussetzungen noch möglich: nämlich dann, wenn innerhalb von fünf Jahren ein gleichwertiges Stück Land gekauft würde. Auch ein Tausch von Land ist absolut eine Option. Ich möchte an dieser Stelle auch gerne auf das Projekt Busbahnhof verweisen. Dieses wäre nämlich wohl nicht zustande gekommen, wenn Adliswil nicht noch ein Stück Land gehabt hätte, welches es hätte abtauschen können. Dafür muss man aber Land haben, und wenn man alles verkauft, dann kann man auch nichts mehr tauschen.

 

Mit der Initiative wird einfach sichergestellt, dass die Nettofläche des Landes, das sich in städtischem Besitz befindet, etwa gleich bleibt.

 

Es braucht keinen Blick in die Kristallkugel, um die Prognose zu wagen, dass diese begrenzte Ressource Land auch in Jahrzenten noch begehrt sein wird.

 

Es ist also ein Grundsatzentscheid, den wir heute hier fällen: Wollen wir weitsichtig planen, Land für zukünftige Entwicklungen sichern und zukünftigen Generationen noch etwas stadteigenes Land hinterlassen oder nicht?

 

Marianne Oswald, Gemeinderätin Grüne Adliswil

 

Votum Marianne Oswald als PDF

 

Protokoll des Grossen Gemeinderats Adliswil, Amtsdauer 2018–2022

14. Sitzung vom 2. Oktober 2019, 19.00 Uhr Aula Schulhaus Hofern, Sonnenbergstrasse 28-30, Adliswil

 

Hier der Link zum Protokoll:  https://www.adliswil.ch/_docn/2342149/Protokoll_vom_2._Oktober_2019.pdf


Adliswil, 06.07.19
INTERPELLATI0N von Marianne Oswald (Grüne), Stefan Neubert (GLP), Angelika Sulser (SP) und Anke Würl (CVP) betreffend Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in Adliswil:

 

INTERPELLATION als PDF

 

 

HERZLICHEN DANK FÜR DIE 61% NEIN-STIMMEN ZUM LANDGESCHÄFT STADTHAUSAREAL VOM 19. MAI 2019: JETZT ERST RECHT: BODEN BEHALTEN - ADLISWIL NACHHALTIG GESTALTEN

 

Das Geschäft Stadthausareal beschäftigt Adliswil schon seit vielen Jahren. Die brachliegende Fläche in Mitten der Stadt steht symbolisch für die Umstrittenheit der weiteren Verwendung dieses Grundstückes. Jetzt soll das Grundstück an einen Investor verkauft werden. Es sollen ein Hotel, ein Gesundheitszentrum und Appartements entstehen

 

http://www.adliswil.ch/de/politik/gemeinderat/geschaefte/?action=showinfo&info_id=568240

 

Die Grüne Partei Adliswil lehnt die Vorlage Landgeschäft Stadthausareal ab. 

Beim Stadthausareal handelt es sich um das letzte grosse Grundstück im Stadtzentrum. Die Stadt Adliswil hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Grundstücke verkauft und verfügt heute kaum noch über eigenen Boden. Mit dem geplanten Projekt verliert die Stadt Adliswil das letzte strategisch wichtige Grundstück im Stadtzentrum. Statt einem Verkauf soll das Land im Baurecht abgegeben oder selber genutzt werden.

Das Areal an bester Lage soll nicht verkauft, sondern auch zukünftigen Generationen zur Verfügung stehen. Die Gesamtbevölkerung soll durch eine direkte Nutzung profitieren können, beispielsweise mit dem Bau eines Parks.

Der Abriss der bestehenden Bauten an der Zürichstrasse 1 und 3 wird abgelehnt. Mit dem Grundstein-Haus wird eines der letzten einzigartigen, alten und identitätsstiftenden Häuser, die das Ortsbild der Stadt Adliswil Jahrzehnte lang prägten, mit einer Annahme der Vorlage Geschichte sein. Ebenso sollen der Jugendtreff "Peppermind" und die Kunstgalerie, welche heute rege genutzt werden, dem Projekt weichen.

 

Deshalb lehnen wir die Vorlage entschieden ab und stimmen am 19. Mai 2019 an der Urne NEIN.

 

Link der IG Stadthausareal:  https://ig-stadthausareal.jimdofree.com/

 

Votum zum Stadthausareal an der Sitzung des Grossen Gemeinderates am 12. Dezember 2018

Marianne Oswald (GP)

Erstmal vorweg: Die Grüne Fraktion lehnt das Geschäft Stadthausareal ab. Dies ist natürlich wenig verwunderlich, wenn man weiss, dass wir schon seit Jahren dagegen kämpfen, dass Adliswil all sein Land verkauft. Wir haben das Projekt übrigens schon 2015 abgelehnt und sind froh, dass immerhin unsere Forderung nach einer Volksabstimmung erfüllt wurde. Das Stadthausareal liegt an bester Lage, gleich an der Sihl, bei der Brücke, mitten im Zentrum. Seit Jahren wird geplant und diskutiert und auch prozessiert. Viel Wasser ist seit Anfang der Planung die Sihl heruntergeflossen. Nun haben wir ein Projekt, das mittlerweile in die Jahre gekommen ist. Die Bedürfnisse haben sich verändert. So stimmen wir heute über ein Projekt ab, welches bereits ein wenig veraltet ist und womit die wenigsten richtig glücklich sind. Ein Hotel? Gibt’s schon bald im nahen Green City. Ein Ärztehaus? Ist schon beinahe fertig gebaut, unmittelbar auf der anderen Strassenseite. Trotzdem soll nun dieses Projekt durchgeboxt werden und man kann sich fragen: Wieso? Warum soll das Land überhaupt verkauft werden? Warum behalten wir es nicht einfach? So ein Stück Land, so zentral und schön an der Sihl gelegen, das bekommen wir nie mehr zurück. Ein Herzstück, eine Perle. Meine Damen und Herren, so etwas zu verkaufen, ohne Not, ist einfach nicht richtig, es ist nicht weitsichtig! Wenn wir es behalten, können wir - bzw. unsere Nachkommen - nicht nur hier und jetzt, sondern auch in Zukunft noch darüber bestimmen, was mit dem Land geschehen soll. Trotz den 25 Jahren Vor- bzw. Rückkaufrecht – zum Marktpreis wohlbemerkt – ist es nicht realistisch, dass Adliswil dieses Land je zurückkaufen kann. Das Land zu verkaufen ist auch eine verpasste Chance. Die Chance, unser Zentrum wirklich zu gestalten, etwas zu machen, das allen dient. Ein Teil könnte z.B. wie vorgesehen im Baurecht abgegeben werden, da kann man schöne Wohnungen darauf bauen. Ein Teil könnte aber auch den Adliswilerinnen und Adliswilern zur Verfügung gestellt werden, z.B. mit einem Pärkli, einem Begegnungsort. Ich persönlich finde es immer noch schade, die Liegenschaft Zürichstrasse 1 und 3 einfach abzureissen. Das Grundstein-Haus ist eines der letzten schönen, alten und identitätsstiftenden Häuser in Adliswil. Die momentan eingerichtete Kunstgalerie mit ihren Ausstellungen ist eine Bereicherung, und auch das Peppermind wird gerne genutzt. Warum das nicht als Basis nutzen? Das ist mal eine Idee, auch um aufzuzeigen, dass es noch andere Optionen gibt als das vorliegende Projekt. Die Grünen lehnen den Antrag des Stadtrats ab. Haben wir den Mut, nun die Notbremse zu ziehen und zu sagen: zurück auf Feld 1. Denn was mit dem Stadthausareal passiert, wird unsere Stadt für lange Zeit prägen.

 


Initiative «Boden Behalten – Adliswil nachhaltig gestalten» ist Zustande gekommen

Initiative zur nachhaltigen Verwendung von städtischem Boden

 

Initiative als PDF

 

Die Grüne Partei und SP Adliswil lancierten letzten Sommer gemeinsam eine Initiative um  den Verkauf von städtischen Grundstücken zu verhindern.
 
Die Initiative «Boden Behalten – Adliswil nachhaltig gestalten» fordert, dass der Verkauf von städtischen Grundstücken nur noch in Ausnahmefällen erlaubt ist. So zum Beispiel Grundstücke die kleiner als 100 m2 sind oder wenn im Zeitraum von fünf Jahren vorher ein vergleichbares Grundstück durch die Stadt erworben wurde. Ebenso erlaubt sein soll ein Verkauf an gemeinnützige Organisationen sowie zur Realisierung öffentlicher Bauten durch Kanton oder Bund.
 
Auslöser zu dieser Initiative waren eine Reihe von Grundstücksverkäufen der Stadt Adliswil in den vergangenen Jahren, zuletzt der Verkauf des Grundstücks Neugut. Grüne und SP vertreten die Ansicht, dass Bauland das Tafelsilber jeder Gemeinde ist, da Einzonungen heute kaum mehr möglich und das verfügbare Bauland daher begrenzt ist. Mit dem Verkauf von Bauland vergibt die Stadt die Möglichkeit, aktiv auf die Gestaltung der Stadt Einfluss zu nehmen. Bei einer Vergabe im Baurecht können zukünftige Generationen neu über die Verwendung der Grundstücke entscheiden.
 
Die Grüne Partei und SP konnten am 13. September fast 700 Unterschriften an die Stadt Adliswil (link Pressemitteilung) übergeben. Im Dezember gab die Stadt bekannt, dass die Initiative mit 616 gültigen Stimmen (500 waren erforderlich) zustande gekommen ist (link Pressemitteilung). Danke an alle, die unsere Initiative mit einer Unterschrift unterstützt haben!


 


Motion vom 6.3.2019

von Marianne Oswald (Grüne) Daniel Schneider (Grüne) und Angela Broggini (Grüne)

betreffend: Veloverkehrskonzept

Der Stadtrat wird beauftragt ein aktuelles Veloverkehrskonzept zu erarbeiten. Er sorgt für eine bessere Veloinfrastruktur und ein dichteres Veloroutennetz mit dem Ziel, Velofahren in Adliswil attraktiver und sicherer zu machen.

Hierbei wird insbesondere auf folgende Punkte geachtet:

  • Die Sicherheit der Velofahrenden
  • Ein friedliches Nebeneinander mit anderen Verkehrsteilnehmern
  • Eine gute Praxistauglichkeit der Wegführung, Verbindungen zwischen den Quartieren, ins Zentrum und zu den Nachbargemeinden
  • Eine gute Beschilderung und Markierung der Velowege/-routen
  • Velostationen mit Witterungsschutz, allenfalls Lademöglichkeit für E-Bikes und genug Platz für Lastenräder und Veloanhänger an geeigneten Orten

 

Begründung:

Am 23.09.2018 hat die Schweizer Bevölkerung mit 73.6% Ja gesagt zum Bundesbeschluss über die Velowege. Auch die Adliswiler Stimmberechtigten haben dem sogenannten ‚Veloartikel’ mit deutlichem Mehr zugestimmt. Bessere und sicherere Velowege sind also ein grosses Bedürfnis einer breiten Bevölkerungsschicht.

Das Velo ist ein günstiges, emissionsloses und gesundheitsförderndes Transportmittel und Sportgerät. Zudem entlastet es den motorisierten Verkehr bei kurzen und mittleren Distanzen.

Leider steht es um die Bedingungen für Velofahrende nicht zum Besten in Adliswil. Auf den Hauptstrassen fehlen Velostreifen weitgehend oder lösen sich an kritischen Stellen in Luft auf, z.B. auf der Zürichstrasse. Viele Fusswege sind mit einem generellen Fahrverbot belegt, Velos nicht mal im Schritttempo erlaubt, beispielsweise auf dem Asylweg.

Bergauf sind Velofahrende ohne Elektrounterstützung relativ langsam und verleiten Autofahrende gerade bei engen Verhältnissen zu riskanten Überholmanövern, z.B. auf der Wachtstrasse oder der Rellstenstrasse.

Velofahrende in Adliswil sind oft gezwungen zu wählen zwischen der Gefahr durch unachtsame Autofahrende, grossen Umwegen und der Illegalität der Fusswege.

Gleichzeitig werden E-Bikes immer beliebter als Transport- und Freizeitgerät. Dies bringt neue Herausforderungen bezüglich Velowege, jedoch auch Chancen gerade für eine Stadt mit der Topographie von Adliswil.

Als Verbindungs- und Durchgangsort zwischen Zürich und dem Naherholungsgebiet Sihlwald ergeben sich mit einem geschickten Konzept zudem Chancen, Adliswil als ‚Velorastplatz’ zu etablieren.

Der Kommunale Richtplan zum Radverkehr datiert auf das Jahr 1998 und genügt den heutigen Anforderungen nicht mehr. Gerade als Energiestadt ist eine velofreundliche Verkehrsplanung jedoch von grosser Wichtigkeit.

 

Marianne Oswald /  Daniel Schneider / Angela Broggini

 

Motion als PDF