Ziele der Initiative

Der Initiativtext

Die unterzeichnenden, im Kanton Zürich wohnhaften Stimmberechtigten stellen gestützt auf Art. 23 ff. der Kantonsverfassung vom 27. Februar 2005 sowie das Gesetz über die politischen Rechte (GPR) und die zugehörige Verordnung (VPR) in der Form der allgemeinen Anregung folgendes Begehren:

Kantonale Volksinitiative zum Erhalt der landwirtschaftlich und ökologisch wertvollen Flächen (Kulturlandinitiative)

Eine regionale landwirtschaftliche Produktion, welche die Ernährungssouveränität mit möglichst hoher Selbstversorgung anstrebt, setzt genügend Kulturland voraus. Der Kanton sorgt deshalb dafür, dass die wertvollen Landwirtschaftsflächen und Flächen von besonderer ökologischer Bedeutung wirksam geschützt werden und in ihrem Bestand und ihrer Qualität erhalten bleiben. Als wertvolle Landwirtschaftsflächen gelten die Flächen der Bodeneignungsklassen 1 bis 6, mit Ausnahme der zum Zeitpunkt der Annahme der Initiative rechtskräftig der Bauzone zugewiesenen Flächen.

Begründung

Im Kanton Zürich ist die Zerstörung der landwirtschaftlichen Produktionsfläche aufgrund des starken Siedlungswachstums besonders ausgeprägt. Während die Siedlungsentwicklung bisher innerhalb der noch nicht bebauten Bauzone stattfand, drohen in Zukunft vermehrt Einzonungen auf Kosten des Landwirtschaftslandes. Die Kulturlandinitiative verbessert den rechtlichen Schutz der landwirtschaftlichen Produktionsflächen, leistet einen Beitrag an die Ernährungssouveränität und stärkt die ökologisch wertvollen Flächen. Als Mass werden die offiziellen Bodeneignungsklassen verwendet, die für den Kanton Zürich flächendeckend erhoben wurden. Den Gemeinden bleibt eine Flexibilität in der Siedlungsentwicklung erhalten, indem sie entweder Böden aufwerten, ihr Siedlungsgebiet auf landwirtschaftlich schlecht bewirtschaftbare Flächen ausdehnen, oder eine Siedlungsverdichtung anstreben.

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