Verkehr

31% des Gesamtenergieverbrauchs im Kanton Zürich wird durch den Verkehr konsumiert, hauptsächlich durch den motorisierten Individualverkehr, davon schwergewichtig für den Einkaufs- und Freizeitverkehr (45%). Der gigantische Verkehrsstrom braucht Unmengen von Energie und führt zu Lärm, Luftbelastung, CO2-Ausstoss, und Bodenverschleiss. Eine nachhaltige Verkehrspolitik muss Wohn- und Arbeitsplätze näher zusammenbringen und Bauland sparsam und entlang bestehender Linien des öffentlichen Verkehrs festlegen.

Die Gesamtverkehrspolitik des Kantons Zürich braucht darum einen raschen und konsequenten Kurswechsel: Mehr Fuss- und Veloverkehr, mehr Umlagerung vom motorisierten Individualverkehr auf den öffentlichen Verkehr. Die Gesamtverkehrsstrategie des Kantons Zürich darf sich nicht an schwammigen Begriffen wie «wesensgerechter Einsatz der Verkehrsmittel» orientieren, sondern an klaren Grenzwerten für die Luftreinhaltung und den Lärmschutz. Der Siedlungsraum darf nicht immer mehr durch den Verkehr belastet werden, sondern ist für Mensch und Umwelt aufzuwerten.

Unsere Forderungen

  • Abkehr von der generellen Mobilitätsförderung: Die Mobilitätsspirale beim Ausbau von Strassen und öV muss gestoppt werden.
  • Ansiedelung von Einkaufszentren und Freizeitanlagen an zentralen, ans öffentliche Verkehrsnetz angebundenen Standorten.
  • Einführung des Verursacherprinzips im Strassen- und Verkehrsabgabegesetz (auch für Lärm verursachende Personenwagen).
  • Umstellung auf emissionsärmere und energieeffizientere Fahrzeuge.
  • Boni für umweltfreundliche Fahrzeuge für absolute Grenzwerte, nicht für die relative Energieeffizienz.
  • Kantonale Parkplatzverordnung, Minimierung der Anzahl Parkplätze.
  • Prüfung von Mobility-Pricing.
  • Verbot von Pistenausbauten am Flughafen Zürich
  • Ernsthafte Veloförderung auf Gemeindeebene.