Volksinitiative EcoViva

EcoViva – bezahlbar und ökologisch wohnen

Uster ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Bezahlbarer Wohnraum droht knapp zu werden, zumal der Druck aus der Stadt Zürich in die Agglomeration weiterhin hoch ist. In Uster ist das Land für günstigen Wohnraum knapp, die Stadt muss den sozialen Wohnungsbau auf andere Weise fördern. Dazu soll die Stadt eine Stiftung gründen, die preisgünstige und ökologisch vorbildliche Wohnungen sowie Gewerberäume erhält und schafft. Dazu lancieren die Grünen die Volksinitiative EcoViva.

Initiativtext

Gestützt auf § 10 der Gemeindeordnung der Gemeinde Uster sowie das Gesetz über die politischen Rechte stellen die unterzeichneten Stimmberechtigten der Stadt Uster in der Form einer allgemeinen Anregung folgendes Begehren:
Uster braucht Wohnungen – bezahlbar für alle und nach ökologischen Standards gebaut.
Die Stadt Uster gründet dazu eine öffentlich-rechtliche Stiftung mit eigener Rechtspersönlichkeit. Die Stiftung soll preisgünstige und ökologisch vorbildliche Wohnungen sowie Gewerberäume in der Stadt Uster erhalten und schaffen. Sie kann dazu – allein oder zusammen mit weiteren Partnern – Liegenschaften
kaufen und sanieren oder neu bauen. Sie ist gemeinnützig und verfolgt keine Gewinnabsicht. Das Stiftungskapital beträgt 10 Millionen Franken.

Begründung

  • Die Stadt Uster ist in den letzten Jahren ein attraktiver und begehrter Wohn- und Arbeitsort geworden. Die Einwohnerzahl wächst stark und die Nachfrage nach bezahlbaren Wohnungen und Gewerberäumen nimmt stetig zu.
  • Altbausanierungen, Ersatzneubauten und Preis treibende Standarderhöhungen führen dazu, dass bezahlbarer Wohnraum immer knapper wird.
  • Dadurch finden Menschen mit durchschnittlichem oder tiefem Einkommen, insbesondere pensionierte Personen und junge Familien, je länger je weniger eine bezahlbare Wohnung. Dies gefährdet die gute soziale Durchmischung in der Stadt.
  • Es ist deshalb dringend nötig, dass die Stadt Uster aktiver wird und den sozialen Wohnungsbau gezielt fördert.
  • Die Stimmberechtigten der Stadt Uster haben mit ihrem Ja zum Nachhaltigkeitsartikel in der Ustermer Gemeindeordnung bewiesen, dass sie den Weg einer nachhaltigen Entwicklung gehen wollen.
  • Die neu zu gründende Stiftung hat sich deshalb an den Zielen der 2000-Watt-Gesellschaft zu orientieren. Sie schafft ökologisch beispielhafte Wohn- und Gewerberäume und schöpft dazu die energetischen und baulichen Möglichkeiten aus.
  • Ein vernünftiges Mass beim Ausbaustandard und bei der Wohnfläche hilft die Kosten tief zu halten.
  • So können auch Menschen mit durchschnittlichem und tiefem Einkommen in ökologisch hochwertigen Gebäuden wohnen.
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