Nein zur Privatisierung der Integrierten Psychiatrie Winterthur

Forum-Artikel von Alfred Weidmann, Grüne Weinland

Die Grünen lehnen die Umwandlung der Integrierten Psychiatrie Winterthur in eine Aktiengesellschaft ab. Die Risiken und Nebenwirkungen sind zu gross und gefährden die Gesundheitsversorgung im nordöstlichen Teil des Kantons. Psychiatrische Dienste können kaum rentabel betrieben werden, da es nur wenige Zusatzversicherte gibt. Eine zeitgemässe psychiatrische Behandlung muss darauf abzielen, die Patientinnen und Patienten  möglichst kurz stationär zu behandeln und ihnen mit ambulanten Angeboten den Verbleib in ihrem sozialen Umfeld zu ermöglichen. Diese für eine gute Versorgung wichtigen Bereiche kommen schon heute unter enormen Spardruck. Gute Pflege braucht Zeit und Empathie und lässt sich kaum stark rationalisieren.

Wir wollen eine Psychiatrie, die sich an den Bedürfnissen der Kranken orientiert und nicht an Rentabilitätskriterien. Einer zeitgemässeren Organisationsform, zum Beispiel als selbständiger öffentlich-rechtlicher Anstalt, könnten wir zustimmen. Wir wehren uns aber dagegen, dass mit einer wettbewerbs- und gewinnorientierten Aktiengesellschaft eine Privatisierung möglich wird. Soll im stationären Gesundheitswesen wirklich über die Hälfte der Kosten mit Steuergeldern finanziert werden und ein allfälliger Überschuss als Gewinn an Private ausgeschüttet werden?  Wir empfehlen den Stimmbürgern, das Gesetz über die Integrierte Psychiatrie Winterthur-Zürcher Unterland AG abzulehnen.