Migration/Integration

Partizipation und Integration sind eine grundsätzliche sozialpolitische Forderung der Grünen. Integration ist eine wechselseitige Beziehung, in der sich Einheimische und Eingewanderte gegenseitig aufeinander einlassen. Dabei müssen MigrantInnen die gleichen Chancen wie die Einheimischen haben und mitbestimmen dürfen. Nur so können sie sich aktiv an der Gesellschaft beteiligen. Bekämpft werden müssen dagegen Ausgrenzung und Diskriminierung..

Die Migrationspolitik in der Schweiz und im Kanton Zürich schafft keine Rechts- und Chancengleichheit. Ein verschärftes Asylgesetz bringt keine Entschärfung der Probleme. Noch immer teilt die Gesetzgebung MigrantInnen in zwei Klassen ein. Auch die kantonale Härtefallkommission kann nur Empfehlungen abgeben und keine fairen Verfahren garantieren.

Ausländische Jugendliche haben beträchtliche Probleme auf dem Lehrstellenmarkt. Ihre Schwierigkeiten hängen oft mit Vorurteilen und Diskriminierung zusammen. Bei gleichwertigen Bewerbungsschreiben werden ausländische Jugendliche weniger oft zu einem Gespräch eingeladen als schweizerische.

Alle Menschen, die bei uns wohnen, müssen an den Errungenschaften des Staates partizipieren können und gleiche Chancen beim Zugang zu Bildung, Beschäftigung und Kultur haben. Wer im Kanton Zürich Steuern bezahlt, soll auch mitbestimmen können.

Unsere Forderungen

  • Regularisierung von Sans-Papiers aufgrund von einheitlichen und verbindlichen Kriterien.
  • Asylverfahren, die rechtsstaatlichen Grundsätzen genügen.
  • Aufhebung des Arbeitsverbots für Asylsuchende.
  • Recht auf Familiennachzug ohne zeitliche Begrenzung und ohne Vorbedingungen, auch für gleichgeschlechtliche Paare.
  • Kein Verlust der Aufenthaltsbewilligung bei Scheidung, Trennung, getrennte Wohnung oder Arbeitsplatzwechsel.
  • Keine Diskriminierung beim Zugang zum Arbeitsmarkt: Anerkennung von Diplomen, Zeugnissen und Berufserfahrung aus dem Herkunftsland.
  • Flankierende Massnahmen z.B. gegen Lohndiskriminierung, existenzsichernde Mindestlöhne, Bekämpfung von Schwarzarbeit.
  • Keine Diskriminierung von ausländischen Jugendlichen und genügend Ausbildungsplätze für alle – unabhängig von ihrem ausländerrechtlichen Status.
  • Ausbau der familienergänzenden Kinderbetreuung. Rasche Integration von Migrations-Kindern in Regelklassen.
  • Stimm- und Wahlrecht auf lokaler und kantonaler Ebene für AusländerInnen, die seit mindestens fünf Jahren in der Schweiz leben.