Kein Schweizer Geld für die Kriege dieser Welt!

Forum-Artikel von Bruno Arnold, Unterstammheim, Grüne Weinland

Waffen verursachen weltweit in Kriegen wie in Syrien, Irak oder Afghanistan Tod und Zerstörung. Die Leidtragenden sind dabei immer die Zivilbevölkerung und insbesondere Kinder, Frauen und ältere Menschen. Ganze Generationen werden traumatisieren und wo Menschen an Leib und Leben bedroht sind, bleibt ihnen nur noch die Flucht. Gewalt ist denn auch die wichtigste Ursache, dass Menschen aus ihrer Heimat flüchten.

Waffen sind aber auch ein internationales Milliardengeschäft. Und hier mischen Schweizer Banken und Pensionskassen kräftig mit. Schweizer Banken wie SNB, UBS, CS, Kantonalbanken und weitere investieren Milliarden in die internationalen Rüstungsindustrie. Darunter befinden sind die zehn grössten Rüstungsfirmen der Welt. Damit unterstützen sie die Produktion von geächteten Waffen wie Atomwaffen, Streubomben und Mienen. Besonders störend ist es, dass sich auch Schweizer Pensionskassen an der Finanzierung von Kriegsgütern beteiligen. Dafür nutzen sie das Geld ihrer Versicherten – also unser aller Vermögen. Dies geschieht intransparent und von der Bevölkerung weitestgehend unbemerkt. Dadurch finanzieren wir ohne unser Wissen und unsere Einwilligung indirekt Kriegsgeschäfte mit.

Um zu verhindern, dass mit unserem Geld Waffen produziert werden, lancieren die Jungen Grünen gemeinsam mit der GSoA im April die Initiative für ein Verbot der Finanzierung von Kriegsmaterial. Ausserdem sollen Banken ethische Kriterien für ihre Geschäftstätigkeiten einführen und diese transparent machen.

Es ist klar, dass ein Schweizer Finanzierungsverbot alleine nicht die Produktion von Waffen und auch keine weiteren Kriege verhindern kann. Aus Gründen der Menschlichkeit sollten wir uns trotzdem dafür einsetzen, dass nicht mit Schweizer Geld produzierte Waffen in Kriegen gegen fremde Bevölkerungen oder zur Unterdrückung der eigenen eingesetzt werden.

Die Kriegsgeschäfte stehen im Widerspruch zur humanitären Tradition der Schweiz. Ein Verbot würde die Glaubwürdigkeit der Schweizer Neutralität stärken und wir können damit eine internationale Vorbildfunktion übernehmen. Wie das geht machen skandinavische Banken vor. Sie haben sämtliche Konzerne aus ihren Investments ausgeschlossen, die in die Produktion und oder den Vertrieb von Atomwaffen und Streumunition verwickelt sind.

Gemeinsam können wir mit kleinen Schritten ein Umdenken einleiten und uns auf den Weg zu einer friedlicheren Welt machen. Nutzen wir diese Chance um einen wichtigen Beitrag zu leisten, damit menschliches Leid gelindert wird und damit weniger Menschen aus ihrer Heimat vertrieben werden. Aus diesen Gründen ist die Initiative für ein Verbot der Finanzierung von Kriegsmaterial zu unterstützen.