Hintergründe

1m2/Sekunde Boden wird in der Schweiz verbaut. Im Kanton Zürich sind es fast doppelt so viel wie im Schweizerischen Mittel.

300 Jahre dauert es noch, bis wir den Kanton Zürich vollständig zugebaut haben, wenn wir so weitermachen.

40'000 Hektaren gutes Ackerland haben wir im Kanton Zürich noch. Das reicht nicht mehr, um uns zu ernähren.

Darum: Schützen wir jetzt unser Kulturland. Damit wir weiterhin selbstbestimmt lokale Lebensmittel konsumieren können. Wir haben genügend Baulandreserven für die kommenden 25 Jahre.


Ausgangslage

  • Die landwirtschaftliche Nutzfläche ist von allen Flächen am schlechtesten geschützt
  • Die Siedlungsentwicklung findet aus diesem Grund regelmässig auf Kosten der landwirtschaftlichen Nutzfläche statt.
  • Im Kanton Zürich ist die Zerstörung der landwirtschaftliche Produktionsfläche aufgrund des starken Siedlungswachstums besonders ausgeprägt.
  • Während die Siedlungsentwicklung in den letzten Jahren im Kanton Zürich vor allem innerhalb der noch nicht bebauten Bauzone stattfand, droht in Zukunft vermehrt Einzonung auf Kosten des Landwirtschaftslandes.

Motivation

  • Verbesserung des rechtlichen Schutzes von landwirtschaftlichen Produktionsflächen (Acker- und Weideflächen)
  • Bekräftigung und Konkretisierung der Ernährungssouveränität

Flexibilität in der Umsetzung

  • Die Bodenqualität soll auf der Stufe der Zonenplanung erfasst werden. Einzonungen streben die Erhaltung der landwirtschaftlichen Produktionsfläche (Bodenklassen 1 bis 6) an.
  • Den Gemeinden bleibt eine Flexibilität in der Siedlungsentwicklung indem sie
    - Böden aufwerten und so die landwirtschaftliche Produktionsfläche erhalten;
    - ihr Siedlungsgebiet auf Flächen ausdehnen, welche landwirtschaftlich schlecht bewirtschaftet werden können (Bodenklassen 8 bis 10) (Ausnahme: Ökolog. besonders wertvolle Flächen);
    - Siedlungsverdichtungen anstreben (z.B. durch Umnutzung von Industriebrachen und Ersatzneubauten)