Grüner O-Ton: Stärkung des Kindesschutzes im Kanton Zürich

Mo 30.10.17

Der Kantonsrat hat heute das neue Kinder- und Jugendheimgesetz (KJG) zu Ende beraten.

«Kinder und deren Familien erhalten mit dem neuen Kinder- und Jugendheimgesetz eine wesentlich besser auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Unterstützung»

Karin Fehr, Kantonsrätin, Kommission für Bildung und Kultur (KBIK)

Der Kantonsrat hat heute das neue Kinder- und Jugendheimgesetz (KJG) zu Ende beraten.
Das KJG wird den Kindesschutz im Kanton Zürich deutlich verbessern; neu besteht ein gesetzlicher Anspruch auf die ergänzenden Hilfen zur Erziehung. Kinder und Jugendliche sind an den entsprechenden Entscheidungen zu beteiligen. Familien können zusätzlich auch mit der sozialpädagogischen Familienhilfe unterstützt werden. Kanton und Gemeinden teilen sich die anfallenden Kosten im Verhältnis 40:60. Zwischen den Gemeinden wird zudem ein solidarischer Lastenausgleich eingeführt. Auch wenn wir Grünen einen Kostenteiler von 35:65 bevorzugt hätten, überwiegen für uns die Vorteile der neuen Gesetzgebung diesen einen Nachteil.


Als einzige Partei hat sich die SVP mit Fundamentalopposition gegen die dringend notwendige Modernisieung der Kinder- und Jugendhilfe im Kanton Zürich gewehrt. Ihr Glaube an den freien Markt hat ihr den Blick auf die gegebenen Rahmenbedingungen und das Leid der in ihrer Entwicklung bedrohten Kinder völlig verstellt. Ob dieser Partei überhaupt etwas an einem verlässlichen Kindesschutz gelegen ist, darf bezweifelt werden.