Flugplatz Dübendorf: Keine Privatfliegerei auf Kosten der Natur

Der Bund will auf dem Gelände des Flugplatzes Dübendorf Privatfliegerei ermöglichen und damit eine grosse ökologisch wertvolle Fläche zerstören und der Bevölkerung des Glattals, des Zürcher Oberlands und der Seegemeinden eine grosse Lärmbelastung zumuten. Ohne uns: Wir wehren uns gegen diese Pläne, unter anderem mit unserer Petition «Dübi ohne Flugi».

Der Bund hat seine Pläne für die Nutzung des Flugplatzes Dübendorf veröffentlicht: Er will auf dem Gelände neben dem Innovationspark auch eine zivilaviatische Nutzung durchsetzen. Einmal mehr hat sich also die Fliegerlobby in Bern durchsetzen können. Mit bis zu 28'000 Bewegungen von Hobbyfliegern und Privatjets mitten im dicht besiedelten Glattal soll sie einen neuen, subventionierten Spielplatz erhalten. An schönen Wochenenden sollen die Flieger nach Belieben die Bevölkerung des Glattals, das ganze Zürcher Oberland und die Zürichsee-Gemeinden mit Lärm belästigen dürfen. Dafür soll in unmittelbarer Nähe zum Flughafen eine 4. Piste entstehen, die den Flugbetrieb erheblich stören und noch mehr verkomplizieren würde.

Kernzone erhalten

Dabei ist der Flugplatz Dübendorf eine wertvolle Ressource: Er ist die grösste unüberbaute flache Fläche im Kanton Zürich, beinhaltet eine ungedüngte Trockenwiese, die noch nie beackert wurde (notabene die grösste solche Fläche im Kanton Zürich), er beherbergt eine riesige nitratfreie Grundwasserreserve, aus der man die ganze Stadt Dübendorf mit Trinkwasser versorgen könnte. Die heutige Magerwiesenfläche wäre ein enormes Potenzial für Vogelarten der roten Liste wie Grauammer, Kiebitz und Co. Leider tötet heute der Natodraht am Zaun die Singvögel.

Naturräume schützen

Deshalb finden wir Grünen: Mindestens die Kernzone des Flugplatzes muss als Naturraum erhalten bleiben, als kantonale Freihaltezone mit nationaler Bedeutung. Dazu braucht es Auflagen für die landwirtschaftliche Nutzung der Fläche, Düngung und Trommelmäher müssen beispielsweise verboten werden. Zudem sollen auf dem Gelände Wildtierkorridore von den Schutzgebieten am Greifensee zu denjenigen im Wangener Wald geschaffen werden.

Genügend Platz für Rega und Innovationspark

Der Rega-Heliport kann dabei bestehen bleiben. Auch den geplanten Innovationspark kann man so umsetzen, dass die wertvolle Kernzone des Flugplatzgeländes nicht beeinträchtigt wird. Naturschutz, Schutz und Rettung und Bildung lassen sich auf dem Flugplatz Dübendorf gut nebeneinander realisieren – für die sinnlose Privatfliegerei dürfen daran keine Abstriche gemacht werden.

Petition «Dübi ohni Flugi!»

Deshalb werden wir Grünen jede zivilaviatische Nutzung auf der Piste des Flugplatzes Dübendorf entschieden bekämpfen, politisch wie auch juristisch. Dazu haben wir unter anderem die Petition «Dübi ohni Flugi!» lanciert. Bis nach dem Winter wollen wir dafür mindestens 6'000 Unterschriften sammeln, so viele, wie es auch für eine kantonale Volksinitiative bräuchte. Unterstütze uns und unterschreibe auch du – auf dem beiligenden Bogen oder online.

Zur Petition: www.dübi-ohni-flugi.ch