Budget 2018: Bildung wie gehabt

Mo 18.12.17

O-Ton von Karin Fehr, Mitglied Kommission für Bildung und Kultur (KBIK)

Der Kantonsrat hat heute Montag 18.12.7 Anträge zum kantonalen Budget 2018 sowie zum konsolidierten Entwicklung- und Finanzplan 2019-2021 im Bereich Bildung behandelt.karin-fehr12005_rgb_web.jpg

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Bildungsdirektion dieses Jahr von mehrheitsfähigen Sparanträgen verschont geblieben.

Für die bürgerliche Mehrheit ist das Prinzip der Kostenneutralität das alleroberste Gebot. Jeglicher Ausbau auch noch so sinnvoller Bildungsangebote wird damit im Keim erstickt. An eine Weiterentwicklung unseres Bildungssystems ist schon gar nicht zu Denken.

Zwei Anträge der Grünen Fraktion waren somit chancenlos:
Minimaler Ausbau einer Fachstelle zur Verhinderung von Lehrabbrüchen im Mittelschul- und Berufsbildungsamt. Eine zusätzliche Case Managerstelle im Netz2 zur Begleitung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Mehrfachproblemen, damit auch diese einen SEK-II-Abschluss erlangen können.

Die Ablehnung des ersten Antrages ist für die fast 4’000 jungen Menschen ein Problem, die jedes Jahr ihre Lehre abbrechen und bei der Suche nach einer Alternative auf Unterstützung angewiesen sind. Die Ablehnung des zweiten Antrages bedeutet, dass weiterhin jährlich nur gerade 70 Jugendliche bzw. junge Menschen mit Mehrfachproblemen neu vom Case Management Berufsbildung (NETZ2) profitieren können, obwohl auch hier die potenzielle Zielgruppe um eine Vielfaches höher ist.

Fakt ist: Im Kanton Zürich bleiben damit weiterhin viele Jugendliche auf ihrem Weg in die Berufswelt auf sich alleine gestellt.