Biodiversität

BESSER ARTENVIELFALT
STATT MONOKULTUR


Vision

Der Kanton Zürich zeichnet sich durch eine hohe Artenvielfalt aus und schützt seine Natur. Tiere, Pflanzen und Pilze bilden intakte Lebensgemeinschaften.

Ziele

  • Erhaltung und Vermehrung der Artenvielfalt
  • Stopp der Zerstörung wertvoller Naturflächen durch Überdüngung, invasive Neophyten oder unsachgemässe Bewirtschaftung
  • Rettung und Stabilisierung von Restpopulationen bedrohter Arten mit geeigneten Artenförderungsmassnahmen
  • Aufstocken der Mittel für den Naturschutz

Hintergrund

Eine intakte Umwelt ist die Lebensgrundlage für Pflanzen, Tiere und Menschen, eine grosse Artenvielfalt die Basis für ein stabiles Ökosystem. Zur Biodiversität gehört nicht nur die Mannigfaltigkeit der Tiere, Pflanzen und Pilze. Auch die genetische Vielfalt innerhalb der Arten und die Fülle der Lebensgemeinschaften ist Teil der Biodiversität.

Dieser Reichtum ist seit längerem bedroht, das Artensterben geht auch im Kanton Zürich schleichend weiter. Seit 10 Jahren ist das Budget der Fachstelle Naturschutz rückläufig. Sparmassnahmen bei Kanton und Bund haben dem Naturschutz Mittel in Millionenhöhe entzogen. Es gibt viele extensiv bewirtschaftete Flächen im Kanton, die ohne Zielkonflikte mit anderen Zwecken aufgewertet werden könnten: Waldränder, Strassenränder, Gewässer oder Rabatten.

Grüne Forderungen

  • Schutz und Vernetzung bestehender ökologisch wertvoller Gebiete
  • Verstärkte Erstellung von Grünbrücken und Wildkorridoren
  • Sensibilisierung der Bevölkerung des Kantons Zürich auf den Erhalt der Biodiversität im Siedlungsgebiet und Schutzgebieten: Alle können einen Beitrag leisten, zum Beispiel mit Blütenpflanzen, die Wildbienen Futter geben
  • Genügend Mittel für Programme wie Naturschutz im Wald (Waldrandpflege, Eichenförderung, Lichter Wald, Totholzinseln etc.)
  • Zügige Umsetzung der Auenwaldprojekte an Thur und Limmat
  • Schnellere Renaturierung der Gewässer als im Gewässerschutzgesetz vorgesehen
  • Starker Fokus auf den Naturschutz bei der Revision des Wassergesetzes
  • Verknüpfung der Zahlung von Ökobeiträgen mit Qualitätskriterien
  • Schutzverordnungen für alle Schutzgebiete im Kanton Zürich